Polizeistation Kaltbrunn muss schliessen

KALTBRUNN. Per 1. März 2016 wird die Polizeistation Kaltbrunn geschlossen. Das teilt die St.Galler Kantonspolizei am Donnerstag mit. Eine sichtbare Polizeipräsenz sei in Kaltbrunn weiterhin gegeben.

Drucken
Teilen

"Die Polizisten, welche heute in der Polizeistation Kaltbrunn arbeiten, werden ab dem 1. März 2016 in die Mannschaft der Polizeistation Schänis integriert", heisst es zu Beginn der Medienmitteilung der Kantonspolizei St.Gallen. Die Gemeinden Kaltbrunn, Benken und Gommiswald würden dann von Schänis aus betreut. Der Stellenplan der Polizeistation Schänis werde von heute vier auf sieben Mitarbeitende erhöht. Die Kantonspolizei reagiert laut Mitteilung mit dieser Massnahme auf veränderte Umstände und strebt regional eine Verbesserung des Dienstleistungsangebots an.

Sicherheit nicht gewährleistet
Wie die Polizei schreibt, besteht die Problematik einer kleinen Polizeistation darin, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden wegen der zu geringen Einsatzstärke nicht garantiert und die Öffnungszeiten nicht eingehalten werden können. Oft müssten Mitarbeitende an anderen Orten polizeilich eingesetzt werden. So führten Nacht- oder Wochenenddienstleistungen an Sport- oder anderen Freizeitveranstaltungen zu Ansprüchen von Kompensationszeiten. Diese erfolgten dann am angestammten Arbeitsplatz, was eine vernünftige Verfügbarkeit der Mitarbeitenden für den Bürger schwierig gestalte. Durch die Zusammenlegung der beiden Polizeistationen kann diese Dienstleistung für den Bürger verbessert werden.

Durch die Konzentration der polizeilichen Kräfte in der Region Schänis-Kaltbrunn werde das Angebot für den Bürger verbessert, heisst es weiter. Zusätzlich könne mit der Asylunterkunft Bergruh in Amden effizienter zusammengearbeitet werden.

Umnutzung der Räume
Die Räumlichkeiten der Polizeistation Kaltbrunn werden neu durch die Verkehrsinstruktion der Kantonspolizei St.Gallen genutzt. Diese Polizisten werden in der Region als Verkehrsinstruktoren in den Schulen eingesetzt. Eine sichtbare Polizeipräsenz in der Gemeinde ist somit weiterhin gegeben. Anzeigen können bei diesen Verkehrsinstruktoren grundsätzlich keine eingereicht werden. Diese nehmen die Polizeistation Schänis oder jede andere Polizeistation im Linthgebiet entgegen.

Der Gemeinderat Kaltbrunn bedauert zwar die Schliessung des Polizeipostens, steht aber der neuen Organisation positiv gegenüber. Das Verständnis für das Bündeln der polizeilichen Kräfte in Schänis bedeute eine Optimierung der Dienstleistung für die Bevölkerung. Das hätten die Erfahrungen aus einem 2014 durchgeführten Pilotversuch gezeigt. (kapo/jmw)

Aktuelle Nachrichten