Polizei warnt vor Billigware

Unbekannte versuchen in der Ostschweiz, zwischen Tür und Angel schlechte Stromgeneratoren an Handwerker und Bauern zu verkaufen. Die Kantonspolizei vermutet dahinter Hehlerei.

Jeanette Herzog
Drucken
Teilen

Im Kanton St. Gallen sind seit einiger Zeit Unbekannte unterwegs, die versuchen, Notstromgeneratoren zu verkaufen. Doch die Ware sei von «minderwertiger Qualität», wie Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, mitteilt.

Täter aus England oder Irland

Die unbekannten Personen sprechen vor allem Handwerker und Bauern an und bieten auffällig günstige Stromaggregate feil. Den Preis begründen sie damit, dass sie von einer Messe kommen und die Ware nun in der Schweiz günstig verkaufen wollen, damit sie nicht wieder über den Zoll zurück nach Grossbritannien gebracht werden müssen.

Die Polizei vermutet, dass die Täter aus England oder Irland stammen, da sie einen englischen Akzent haben und an ihrem Fahrzeug eine Nummer aus Grossbritannien befestigt ist.

In den vergangenen zwei Monaten sind laut Polizei potenzielle Käufer in Heiligkreuz, Rossrüti, Weesen, Wittenbach, Schmerikon und St. Gallenkappel angesprochen worden. In einem Fall gelang es den Unbekannten, ein Stromaggregat für ein paar hundert Franken zu verkaufen. Ein solches Gerät kostet im Handel gut und gerne 2000 Franken.

Das vermeintliche Schnäppchen stellte sich aber rasch als Reinfall heraus. «Es könnte sein, dass die Generatoren in einem östlichen Land gestohlen worden sind», sagt Hanspeter Krüsi. Die Verarbeitung der Generatoren entspreche nämlich nicht dem Schweizer Standard. Sie seien sehr mangelhaft und erzielten die angegebene Leistung nicht. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass noch viel mehr Personen in Kontakt mit den unbekannten Verkäufern gekommen sind. «Die Täter scheinen auf Wanderschaft zu sein», sagt Krüsi. In Baselland und in Deutschland und Österreich seien ähnliche Vorfälle aufgetreten.

Vorsicht vor Diebesgut

Die Kantonspolizei St. Gallen ruft zur Vorsicht bei Käufen zwischen Tür und Angel auf. Erstens tauge die Ware nichts und zudem könnte sich der Käufer selber der Hehlerei strafbar machen, wenn er Diebesgut kauft, sagt Krüsi.

Aktuelle Nachrichten