Polizei vermutet Brandstiftung

ETZWILEN TG. Beim Bahnhof Etzwilen musste die Feuerwehr am Donnerstagabend über ein Dutzend Bahnwagen löschen, die im Bereich der Abstellgleise in Flammen standen. Nun teilt die Polizei mit: Es war vermutlich Brandstiftung.

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Die brennenden Eisenbahnwagen beim Bahnhof Etzwilen. (Bild: Kapo TG)

Die brennenden Eisenbahnwagen beim Bahnhof Etzwilen. (Bild: Kapo TG)

14 mehr oder weniger ausgebrannte Bahnwaggons und ein Sachschaden von über 100'000 Franken: Dies ist die Bilanz eines Grossbrandes am Donnerstagabend am Güterbahnhof Etzwilen. Alarm geschlagen hatte laut der Kantonspolizei eine Anwohnerin: Sie bemerkte gegen 19.30 Uhr, dass mehrere im Bereich der Abstellgleise befindliche Personenwaggons in Brand geraten waren. Das Feuer griff rasch auf weitere Bahnwagen über.

"Alles andere ist auszuschliessen"
Die Feuerwehren Wagenhausen, Stein am Rhein-Hemishofen, Diessenhofen und Eschenz rückten mit rund 150 Einsatzkräften an. Unterstützt wurden sie durch einen Löschzug der SBB. Wie die Polizei am Freitagmorgen nun mitteilt, steht gemäss den bisherigen Erkenntnissen Brandstiftung als Ursache für das Grossfeuer im Vordergrund. Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau: "Das ist unsere Vermutung, weil wir alle anderen Ursachen ausschliessen. Die Wagen hingen unseres Wissens nicht mehr am Strom, und es gab am Donnerstagabend auch keine Blitzeinschläge oder ähnliches." Wie die SBB am Freitagmorgen mitteilten, handelt es sich entgegen erster Angaben des Unternehmens nicht um Wagen, die einem Verein gehörten - Mediensprecherin Franziska Frey: "Die ausrangierten Waggons der SBB standen in Etzwilen zum Abbruch bereit."

Zugverkehr blockiert
Verletzt wurde beim Brand niemand. Allerdings kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr: Aus Sicherheitsgründen musste die Hochspannungsleitung beim Bahnhof während der Löscharbeiten abgestellt werden. Deshalb war der Zugverkehr der Linien Stein am Rhein - Stammheim und Stein am Rhein - Diessenhofen bis gegen 23 Uhr unterbrochen. (kapo/dwa)