Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Polizei büsst übermütige WM-Huper

OSTSCHWEIZ. Wer den Sieg seines Lieblingsteams während der Fussball-WM bis tief in die Nacht mit der Autohupe feiert, hat die Polizei am Hals: Im Thurgau setzt sie die Nachtruhe eine Stunde nach Abpfiff der Spiele durch.
Diana Bula
Fans (Archivbild: Ennio Leanza)

Fans (Archivbild: Ennio Leanza)

Vor allem bei Spielen, die nach 22 Uhr enden, hält die Thurgauer Kantonspolizei an dieser Regel fest, wie sie in einem Communiqué mitteilt. Damit will sie verhindern, dass «Hupkonzerte und andere lautstarke Formen der Begeisterung» die Nachtruhe stören.

Aus Erfahrung weiss Rolf Müller, Informationschef der Kantonspolizei Thurgau, dass der Freudentaumel beispielsweise nach Spielen der italienischen Elf überwältigend ausfällt. «Bei solchen Partien sind wir noch mehr auf der Hut als üblich», sagt Müller und fügt hinzu: «Falls nötig, verstärken wir die Polizeipräsenz.» Der Informationschef geht jedoch davon aus, dass dieser Fall kaum eintreten wird. «Ich hoffe auf ein friedliches Fussballfest.»

Seit Jahren stellt die Kantonspolizei gemäss Müller für ähnliche Anlässe «dieselben Spielregeln auf». So ist es verboten, auf Motorhauben oder Dächern von Autos mitzufahren. Halten die Fussball-Fans Fahnen waagrecht aus dem Fenster und gefährden damit andere, schreiten die Thurgauer Polizisten ebenfalls ein. Wer sich prügelt, wer randaliert oder ähnliche Straftaten begeht, dem drohen – wie in Nicht-WM-Zeiten auch – strafrechtliche Konsequenzen.

«Wer früh auf muss, will schlafen»
Die St.Galler Kantonspolizei will der Freude der Fussballer-Fans keinen Abbruch tun. «Siegt die Schweizer Nationalmannschaft, zeigen wir bestimmt eine gewisse Toleranz», sagt Hanspeter Krüsi, Pressesprecher der Kantonspolizei St.Gallen und fügt hinzu: «Im Kleinen sind wir tolerant, im Grossen aber konsequent.»

Betätigt ein Feiernder Stunden nach dem Abpfiff noch immer die Hupe, wird auch die St.Galler Polizei die Geduld verlieren. Den Lenkern droht wegen «missbräuchlicher Abgabe von Warnsignalen» eine Busse von 40 Franken. Fahren sie mehrere Runden mit quietschenden Reifen um ein Quartier und belästigen mit dem Lärm die Anwohner, riskieren sie sogar eine Anzeige. Krüsi: «Schliesslich gibt es Leute, die am nächsten Tag früh aufstehen müssen und den Schlaf dringend brauchen.»

Kein Auge drücken die St.Galler Polizisten bei Sachbeschädigungen und Schlägereien zu. «Was sonst verboten ist, ist auch während der WM nicht erlaubt», sagt Krüsi. Der Polizeisprecher drückt der Schweizer Elf die Daumen – und hofft, dass die Mannschaft besser kickt als gestern im Testspiel gegen Costa Rica.

Innerrhoden richtet sich nach St.Gallen
In Appenzell Innerrhoden wird die Kantonspolizei wie ihre St.Galler Kollegen gegen allfällige übermütige Fussball-Fans vorgehen. Normalerweise bereiten die WM-Fiebrigen den Beamten keine Probleme. Polizeisprecher Roland Koster: «Wenn es hoch kommt, fahren zwei, drei Autos hupend durchs Dorf.»

Die Ausserrhoder Polizisten halten sich im Umgang mit WM-Feiernden an dieselben Regeln wie die Thurgauer Beamten. Polizeisprecher Willi Moesch sieht der Fussball-WM in Südafrika gelassen entgegen: «Falls wir eingreifen müssen, dann wohl in erster Linie im Hauptort Herisau.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.