Pläne für Lido in Rapperswil zurückgestellt

RAPPERSWIL-JONA. Mit einem 33-Millionen-Projekt will der Stadtrat von Rapperswil-Jona dem Lido-Areal ein neues, schöneres Gesicht geben.

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RAPPERSWIL-JONA. Mit einem 33-Millionen-Projekt will der Stadtrat von Rapperswil-Jona dem Lido-Areal ein neues, schöneres Gesicht geben. In der ersten Phase sieht der Masterplan Lido als Hauptelemente die Sanierung des Schwimmbads, einen Ersatz für das sanierungsbedürftige Ausseneisfeld sowie eine neu zu bauende Trainingshalle für den Eishockeyclub Lakers und den städtischen Eislaufclub vor. Zudem soll eine Seeterrasse entstehen, die im Sommer als Liegefläche und im Winter als zusätzliches öffentliches Eislauffeld genutzt würde. Das sanierte Restaurant wäre für Eislauf- wie auch für Schwimmbadbenützer zugänglich.

Finanzielle Belastungsprobe

Eigentlich hätten der Baukredit für das Ausseneisfeld sowie die Planungskredite für Schwimmbad und Trainingshalle diesen September vor die Bürgerschaft kommen sollen. Nun wird dies aber frühestens im Dezember der Fall sein. «Eine Investition dieser Grössenordnung muss man in der Gesamtfinanzplanung anschauen», erklärt Stadtpräsident und Finanzchef Erich Zoller. Das heisst: Aufgrund der vielen anderen Investitionsvorhaben der Stadt wird das Projekt Lido Süd eine finanzielle Belastungsprobe.

Bereits an einer Veranstaltung im Mai hatte Zoller festgehalten, dass er eine Steuererhöhung nicht ausschliessen könne, «wenn die angemeldeten Investitionsvorhaben im gewünschten Umfang realisiert werden».

Kritische Stimmen

Auch die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft haben den Stadtrat veranlasst, das Projekt noch einmal zu überprüfen. Gemäss einer schriftlichen Umfrage wird der Masterplan als Gesamtstrategie von den Bürgern zwar gelobt. Bei der Frage nach dem öffentlichen Nutzen im Verhältnis zu den Kosten sind die Rückmeldungen aber gemischt. Rund die Hälfte der Teilnehmer findet diese zu hoch. Manche sind zudem der Ansicht, dass zu viel in Eisflächen investiert wird, die primär den Partikularinteressen des Eishockey- und Eislaufvereins dienen würden. (red.)