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Pinot noir vom Pizzakönig

Polaroid

Bruno Hug ist normalerweise kein Mann, der mit der kleinen Kelle anrührt. Der Ex-Verleger, Ex-Chefredaktor, Ex-Präsident eines Eishockeyclubs, Gründer eines Pizzakuriers und Fast-Stadtpräsident von Rapperswil-Jona schaltet und waltet in Dimensionen, die dem Normalbürger nicht zugänglich sind. Was sein Weingut angeht, blieb Hug allerdings untypisch bescheiden. Zumindest bis jetzt. An einem Hang in Bollingen am oberen Zürichsee besitzt Hug 260 Rebstöcke. Damit produziert er knapp 300 Flaschen Pinot noir pro Jahr, die er selber trinkt oder an Freunde und Bekannte verschenkt. Jetzt will der 63-Jährige sein Anbaugebiet massiv vergrössern. Laut der «Südostschweiz» sollen 3500 Quadratmeter hinzukommen. Damit könnte Hug 2000 Rebstöcke bewirtschaften und bis zu 2500 Flaschen im Jahr abfüllen. Noch ist die Sache nicht spruchreif, der fragliche Teil des Hügels liegt in einem Schutzgebiet. Die Chancen stehen aber gut, dass der Kanton der Sache zustimmt: Für die amtlichen Umweltschützer ist ein Weinberg eher eine Aufwertung denn eine Verschandelung der Landschaft. Unklar ist noch, ob dies auch die Umweltverbände so sehen. Kaum ein Problem für Hug dürfte sein, die Flaschen loszuwerden. Der Selfmade-Millionär hat nicht nur viele Freunde. Als pu­blizistischer Behördenschreck hat er sich auch mindestens so viele Feinde geschaffen. Wenn Hug künftig alle, die er schon einmal verärgert hat, mit einer Flasche beschenkt, dürfte er auch die neue Jahresproduktion im Nu loswerden. (ar)

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