PILOTVERSUCH IN WIL: SBB will Sicherheitsempfinden verbessern

Für ein Pilotprojekt will die SBB im Bahnhof Wil die Zahl der Patrouillenstunden von Securitrans-Mitarbeitenden und der SBB Transportpolizei erhöhen. Grundlage dafür sind allgemeine Umfragen. Die «objektive Sicherheitslage» in Wil ist nicht die Ursache.

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Ab dem 1. Juli sollen für drei Monate die Anzahl Patrouillenstunden von Securitrans-Mitarbeitenden und der SBB Transportpolizei erhöht werden. (Symbolbild) (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

Ab dem 1. Juli sollen für drei Monate die Anzahl Patrouillenstunden von Securitrans-Mitarbeitenden und der SBB Transportpolizei erhöht werden. (Symbolbild) (Bild: CHRISTIAN BEUTLER (KEYSTONE))

WIL. Die SBB befrage ihre Kundinnen und Kunden regelmässig über deren Sicherheitsempfinden in Zügen und Bahnhöfen, teilte die SBB am Donnerstag mit. «Diese Umfragen haben ergeben, dass sich Reisende in den Bahnhöfen Solothurn und Wil mehr Sicherheitsmassnahmen wünschen», heisst es im Communiqué.

Welche Probleme wurden denn für Wil gemeldet? Dabei handle es sich um allgemeine Umfragen, die regelmässig gemacht würden, präzisiert SBB-Mediensprecher Oli Dischoe auf Nachfrage der Nachrichtenagentur sda. Man habe für den Pilotversuch bewusst zwei Bahnhöfe mittlerer Grösse in verschiedenen Regionen ausgewählt.

Subjektives Sicherheitsgefühl
Innerhalb der SBB-Perimeter − das heisst innerhalb des Bahnhofareals, das der SBB gehört − decke sich die «objektive Sicherheitslage» in Wil mit jener im öffentlichen Raum oder sei sogar besser, stellt er klar. Es gehe mit dem Pilotprojekt darum, «das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern».

Konkret sollen ab dem 1. Juli für drei Monate die Anzahl Patrouillenstunden von Securitrans-Mitarbeitenden und der SBB Transportpolizei erhöht werden. Schwerpunkt sind die Abendstunden zwischen Feierabendverkehr und Mitternacht. Zum genauen Dispositiv gebe die SBB keine Auskunft, so Dischoe.

Nach Ablauf des Pilotprojekts werden die Erkenntnisse ausgewertet. Dazu werde es wieder Umfragen geben. Ob es darin spezifisch um Veränderungen des Sicherheitsempfindens in Wil oder Solothurn gehen wird, konnte der SBB-Sprecher nicht sagen: «Wie die Kundenbefragungen ausgestaltet werden, teilen wir nicht mit», sagte er. (sda)