Pia Hollenstein neu im Vorstand von Pro Natura

TEUFEN. Die Mitglieder von Pro Natura St. Gallen-Appenzell haben am Wochenende in Teufen das 60jährige Bestehen ihrer Sektion gefeiert.

Margrith Widmer
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TEUFEN. Die Mitglieder von Pro Natura St. Gallen-Appenzell haben am Wochenende in Teufen das 60jährige Bestehen ihrer Sektion gefeiert. Sie genehmigten ausserdem den Jahresbericht des Präsidenten Lukas Tobler und die Jahresrechnung 2015 mit einem Überschuss von 9,4 Millionen Franken, bestätigten den Vorstand in globo und wählten die frühere St. Galler Nationalrätin der Grünen, Pia Hollenstein, einstimmig als neues Vorstandsmitglied.

«Rhesi hat hohe Priorität»

Im Jahresbericht erwähnte Präsident Lukas Tobler das erfolgreiche Referendum gegen die Baugesetzrevision im Kanton St. Gallen. Ausserrhoden habe einen Richtplan mit masslos überschätztem Bevölkerungswachstum vorgelegt. Pro Natura wehrte sich gegen das «herbeigeredete Wachstumsszenario». Auch in Ausserrhoden versuchten gewisse politische Kräfte zu verhindern, dass überdimensionierte Bauzonen reduziert werden müssen.

Sehr hohe Priorität werde Pro Natura St. Gallen-Appenzell 2016 dem Hochwasserschutzprojekt Rhesi einräumen. 2015 wurden auf Intervention von Pro Natura zwei Rodungsgesuche in Heiden und Urnäsch nicht bewilligt und die Verursacher verpflichtet, den Schaden zu beheben – das Terrain war wegen illegaler Aushub-Aufschüttung abgerutscht. In Wald AR sorgte Pro Natura für einen Ersatzweiher anstelle eines aufgehobenen Feuerweihers.

Ein Gesuch für einen Hängegleiter-Startplatz ob Walenstadt wurde zurückgezogen. Bei der Neukonzessionierung des Hafens Rapperswil-Jona erreichte Pro Natura eine Verbesserung der ökologischen Ersatzmassnahmen.

«Vielfalt ist essenziell»

An Naturschutzprojekten erwähnte Präsident Lukas Tobler das Hochmoor-Regenerationsprojekt im Gontenmoos, das Amphibien-Förderprojekt Thur-Glatt, die Pflege des Sonderwaldreservats auf der Alp Ergeten und Aussaaten von Blumenwiesen. Mit Blick auf die Wasserspitzmaus als Tier des Jahres 2016 sagte Tobler: «Alle Tiere sind wichtig – ihre Vielfalt ist essenziell.»