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Nach Hartmanns Rücktritt: Folgt nun eine Frau als Chefin der Linken im St.Galler Kantonsrat?

Peter Hartmann tritt als Fraktionschef von SP und Grünen im St.Galler Kantonsrat zurück. Gut möglich, dass eine Juristin seine Nachfolge antritt.
Adrian Vögele
Peter Hartmann in der Kantonsratssession im April 2018. (Bild: Regina Kühne)

Peter Hartmann in der Kantonsratssession im April 2018. (Bild: Regina Kühne)

Die Linke im St. Galler Kantonsparlament braucht ein neues Zugpferd: Der Flawiler Peter Hartmann gibt das Amt des Fraktionschefs von SP und Grünen per Ende der Septembersession ab. Nächsten Dienstag präsentiert die Fraktion die Nachfol­gerin oder den Nachfolger. «Es ist Zeit für eine geordnete Übergabe des Fraktionspräsidiums», sagt Guido Berlinger-Bolt, politischer Sekretär der SP St. Gallen.

Hartmann, der im November 67 Jahre alt wird, sagt: «Der Rücktritt hat weder gesundheitliche Gründe, noch mangelt es mir an Interesse.» Doch der Wechsel sei schon lange geplant. «Ich hatte angekündigt, das Präsidium nach der Hälfte der Legislatur abzugeben», sagt der ehemalige Gewerkschaftssekretär. Als Kantonsrat bleibt Hartmann noch im Amt, wird aber nicht mehr für eine weitere Amtsdauer kandidieren. Zu seinen Schwerpunktthemen im Rat gehörten die Finanzpolitik und der öffentliche Verkehr.

Zwei Juristinnen und ein Stadtrat

Peter Hartmann ist seit dem Jahr 2000 im Parlament und übernahm das Fraktionspräsidium 2011 von Barbara Gysi, die für Paul Rechsteiner in den Nationalrat nachrückte. Gut möglich, dass nun wieder eine SP-Frau an die Spitze der Fraktion tritt, etwa Bettina Surber (St.Gallen) oder Laura Bucher (St.Margrethen). Beide sind unter 40 Jahre alt, von Beruf Juristin und Mitglied der Finanzkommission des Parlaments. Falls die Linke auf einen Mann setzt, dürfte der Wiler SP-Stadtrat Dario Sulzer (Jahrgang 1979) in Frage kommen.

Peter Hartmann blickt mit Stolz auf die vergangenen sieben Jahre zurück. Als prägende ­Momente nennt er einerseits die gemeinsamen Anstrengungen über die Fraktionen hinweg, etwa für den Metropolitanraum, andererseits die harten Auseinandersetzungen in der Finanzpolitik. Dass beispielsweise im Streit um die Pensionskasse des Staatspersonals am Ende doch noch eine Lösung zu Stande gekommen sei, sei ein wichtiger Erfolg für die Linke. Hartmann, der vor seinem Antritt als Fraktionschef unter anderem Wahlkampfleiter für Paul Rechsteiner war, begrüsst es, dass nun jüngere Kräfte nachrücken. «Jeder ist ersetzbar – und das ist auch gut so.»

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