Pensionskasse protestiert

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Kantonsrat Der Stiftungsrat der St. Galler Pensionskasse reagiert «mit Befremden» darauf, dass die Finanzkommission des Kantonsrats eine 200-Millionen-Einlage des Kantons in die Pensionskasse ablehnt. Die von der Regierung beantragte Einlage in die Pensionskasse des Staatspersonals und der Lehrer sei «mehr als nur gerechtfertigt». Die 2014 verselbstständigte Pensionskasse weist mit 92 Prozent einen tiefen Deckungsgrad auf. Die Ursachen liegen laut Stiftungsrat bei den Vorgängern: Bis Ende 2013 hatte der Kanton die Vorsorgekasse ­geführt. «Die damals Verantwort­lichen schoben unangenehme Entscheide vor sich her.» Bei der Fusion musste die Kasse saniert werden. Der damalige Finanzchef Martin Gehrer versprach, diese Kosten seien nicht Sache der Aktivversicherten. Eine Zusicherung der Regierung reiche, es brauche dazu keine gesetzliche Regelung. Wenn nun dieses Versprechen nicht eingehalten werde, müssten die 24 000 aktiven Versicherten mit zusätzlichen 200 Millionen Franken die Renten der Pensionierten finanzieren. Der Stiftungsrat hofft, «dass der Kantonsrat diesem Geschäft im April entgegen dem Antrag der Finanzkommission zustimmt». (sda)