PCR-Tests
Mit Speichelprobe statt Rachenabstrich: Ostschweizer Unternehmen setzt breite Teststrategie des Bundes bereits um

Das Ostschweizer Unternehmen Ixoris hat ein neues Testverfahren entwickelt, um Massen-Screenings mit PCR-Tests durchzuführen. Schnelle und flexible PCR Speichel-Tests in Kombination mit innovativen Schutzkonzepten sollen die Weiterverbreitung der Corona-Pandemie schon vor dem eigentlichen Ausbruch verhindern.

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Die PCR-Tests von Ixoris können das Virus gemäss einer Mitteilung bereits erkennen, bevor andere Personen angesteckt werden können.

Die PCR-Tests von Ixoris können das Virus gemäss einer Mitteilung bereits erkennen, bevor andere Personen angesteckt werden können.

Symbolbild: Guillaume Horcajuelo / EPA

(pd/evw) Das Wiler Unternehmen Ixoris führt Massen-Schnelltests zur Eindämmung der Coronapandemie direkt vor Ort durch. Laut einer Medienmitteilung des Unternehmen tun sie dies mit einfachen Speichelproben statt einem Nasen-/Rachenabstrich.

Im Gegensatz zu den bisher meistverwendeten Antigen-Massen-Schnelltests handle es sich um PCR-Tests in Laborqualität, welche das Virus bereits erkennen, bevor andere Personen angesteckt werden können oder Virusträger Symptome haben. Dies entspreche der neuen Test-Strategie des Bundes und der Kantone, die vorsehe, Zielgruppen wie Altersheime und Schulen vorbeugend und laufend zu testen.

Gezielte Teststrategien sind in vollem Gange

Um gezielt Lösungen für stark betroffene Sektoren zu liefern, werden gemäss Communiqué derzeit Szenarien und Teststrategien für verschiedene Anwendungsfälle vorbereitet. In mobilen Testcentern, welche beispielsweise in Altersheimen, Skigebieten oder an Flughäfen aufgebaut werden, können breite Zielgruppen sofort getestet werden. Dies, ohne sich zu einem Arzt oder einem anderweitigen Testcenter begeben zu müssen.

Besonders im Fokus von Ixoris stehen im Moment Alters- und Pflegeinstitutionen. Für sie habe der Schutz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner höchste Priorität. Es gelte einerseits die vulnerablen Personen zu schützen, indem das Virus möglichst ausserhalb der Institution bleibe, andererseits können damit die hohen Belastungen des Pflegepersonals reduziert werden, welche mit Personalmangel aufgrund von Quarantäneanordnungen zu kämpfen haben. Weiter heisst es in der Mitteilung:

«Erschwerend kommt dazu, dass die psychische Belastung der Bewohnenden und Angehörigen aufgrund der zunehmenden Isolation steigt.»

Durch ein regelmässiges, unkompliziertes Screening auf der Basis von Speichelproben können diese Herausforderungen besser gemeistert werden. Namhafte Organisationen wie einzelne Kantone, «SwissOlympic» oder Unternehmen aus dem Bereich Alters- und Pflegeinstitutionen arbeiten bereits mit Ixoris zusammen, schreibt das Unternehmen.