Paul Grüninger Preis für andalusische Landarbeiter-Gewerkschaft

ST.GALLEN. Der Paul Grüninger Preis 2015 geht an die Landarbeiter-Gewerkschaft Sindicato de Obreros del Campo/Sindicato andaluz de los trabajadores in Andalusien. Anerkennungspreise erhalten das Refugee Protest Camp in Wien und die Autonome Schule Zürich.

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Der mit 50'000 Franken dotierte Preis wird am 27. November in St.Gallen öffentlich verliehen, wie die Paul Grüninger Stiftung am Dienstag mitteilte. Die Preisrede hält alt Bundesrätin Ruth Dreifuss.

Der Preis, gestiftet von den Nachkommen des St.Galler Polizeihauptmanns und Flüchtlingsretters Paul Grüninger (1891-1972), wird an Personen und Organisationen verliehen, die sich durch besondere Menschlichkeit, durch Mut und Unvoreingenommenheit auszeichnen.

Papierlose Migranten
Die andalusische Landarbeiter-Gewerkschaft setze sich seit vielen Jahren für jene Menschen ein, die «weitgehend rechtlos und unter skandalösen sozialen wie hygienischen Bedingungen das frische und billige Gemüse ernten, das wir im Winter auch in den Schweizer Läden kaufen können», schreibt die Stiftung.

Diese Arbeiterinnen und Arbeiter seien meistens papierlose Migranten aus Nordafrika und Osteuropa. Die Gewerkschaft berate diese Leute, kümmere sich um ihre gesundheitliche Betreuung und gebe ihnen juristische Hilfe. So gehe es darum, einen Mindestlohn von 750 Euro zu erstreiten.

Anerkennungpreis von 10'000 Franken
Einen Anerkennungspreis von 10'000 Franken erhält die Wiener Asylorganisation Refugee Protest Camp, die seit 2012 auf die prekären und menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Asylsuchenden aufmerksam macht. Ein zweiter Anerkennungspreis geht an die Autonome Schule Zürich für ihren Einsatz und ihr Bildungsprojekt für Migranten. (sda)