Parteispitze
Barbara Gysi tritt als Vizepräsidentin der SP Schweiz zurück

Die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi gibt ihr Amt als SP-Vizepräsidentin Ende August ab – damit rechtzeitig vor den Wahlen 2023 eine Nachfolge starten könne.

Adrian Vögele
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Barbara Gysi, St.Galler SP-Politikerin.

Barbara Gysi, St.Galler SP-Politikerin.

Bild: Urs Flueeler / KEYSTONE

Seit neun Jahren ist Barbara Gysi Vizepräsidentin der SP Schweiz. Jetzt gibt sie das Amt ab, wie sie am Donnerstag auf Twitter mitteilt. Es sei Zeit, neuen Kräften Platz zu machen – dies rechtzeitig vor den nächsten eidgenössischen Wahlen 2023. Gysi wird am SP-Parteitag Ende August in St.Gallen zurücktreten. «Die SP ist gut aufgestellt», das Präsidium mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth sei gut gestartet – «weiter so!», schreibt die 57-Jährige. Es seien spannende und erfüllende neun Jahre gewesen an der Parteispitze. Nun will sich die Nationalrätin auf ihre sozialpolitischen und gewerkschaftlichen Engagements und die inhaltliche Arbeit konzentrieren. Gysi ist unter anderem Präsidentin des Personalverbands des Bundes und des kantonalen Gewerkschaftsbunds St.Gallen.

Die SP hat ein Vizepräsidium mit fünf Mitgliedern. Nebst Gysi gehören derzeit Jacqueline Badran (ZH), Ada Marra (VD), Jon Pult (GR) und Samuel Bendahan (VD) dazu.

Co-Präsidentin Mattea Meyer antwortete ebenfalls auf Twitter auf Gysis Ankündigung: «Danke für deinen riesigen Einsatz für die SP Schweiz, für deine wichtige Stimme für Benachteiligte, für das gemeinsame Ideen-Wälzen im Präsidium!» Ronja Jansen, Präsidentin der Juso Schweiz, reagierte mit Bedauern auf Gysis Entscheid: «Ein grosser Verlust! Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für eine gerechtere Welt.»