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Parteifremde Stimmen in St.Gallen: Markus Ritter bleibt Panaschierkönig, Thronfolgerin ist Franziska Ryser

Einmal mehr hat Bauernpräsident Markus Ritter (CVP) in der Nationalratswahl die meisten parteifremde Stimmen geholt, vor allem bei SVP-Wählern. Bereits auf dem zweiten Platz ist die neugewählte Franziska Ryser (Grüne) – dank der SP.
Adrian Vögele
Franziska Ryser (Grüne) und Markus Ritter (CVP) haben beide rund ein Drittel ihrer Stimmen ausserhalb der eigenen Parteilisten geholt. (Bilder: PD)

Franziska Ryser (Grüne) und Markus Ritter (CVP) haben beide rund ein Drittel ihrer Stimmen ausserhalb der eigenen Parteilisten geholt. (Bilder: PD)

CVP hin oder her: Markus Ritter ist und bleibt vor allem ein Vertreter der Bauern. Das bestätigt die Panaschierstatistik nach der Nationalratswahl im Kanton St.Gallen. Einmal mehr hat Ritter den höchsten Anteil parteifremder Stimmen – 34,7 Prozent. Das bedeutet: Seine Stimmen kommen zu einem Drittel von Wahllisten, die mit einer anderen Partei als der CVP bezeichnet sind. Am meisten ins Gewicht fällt für den Bauernpräsidenten die SVP, die in landwirtschaftsnahen Kreisen gut verankert ist. Jede fünfte Stimme holte er dort, rund 6500 insgesamt. Die FDP-Basis steuerte 1800 Stimmen bei, das sind für Ritter aber nur 6,8 Prozent, gegenüber 21 Prozent von der SVP.

18 Prozent SP-Stimmen für Ryser

Die Spitzenplätze der St.Galler Panaschier-Rangliste waren bisher den Kandidaten der Mitteparteien vorbehalten. Das hat sich geändert: Vizekönigin ist die neugewählte Franziska Ryser (Grüne). Sie erreicht einen Fremdstimmenanteil von 31,5 Prozent. 18,3 Prozent kommen von SP- und Juso-Listen, weitere 5,3 Prozent von den Grünliberalen. Nach rechts werden die Anteile tiefer, aber selbst die SVP-Wählerschaft gibt Ryser noch 160 Stimmen – das ist mehr, als die SVP-Nationalräte umgekehrt von den Grünen erhalten haben.

Parteifremde Stimmen in der St.Galler Nationalratswahl

Stimmenanteil von Listen mit fremder Parteibezeichnung, in Prozent
CVP
GPS
FDP
SP
GLP
SVP
010203040Markus Ritter (CVP)Franziska Ryser (Grüne)*Marcel Dobler (FDP)Barbara Gysi (SP)Nicolo Paganini (CVP)Thomas Brunner (GLP)*Thomas Ammann (CVP)**Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP)*Claudia Friedl (SP)Roland Rino Büchel (SVP)Lukas Reimann (SVP)Barbara Keller-Inhelder (SVP)**Thomas Müller (SVP)**Esther Friedli (SVP)*Mike Egger (SVP)

Überhaupt zeigt sich das bekannte Muster, dass die SVP-Nationalräte ausserhalb ihrer Basis verhältnismässig wenige Stimmen holen. Die Fremdstimmenanteile liegen allesamt unter 10 Prozent, am tiefsten ist der Wert bei Mike Egger mit 5,1 Prozent.

Dobler und Gysi erneut weit vorne

Auf den dritten Platz schafft es Marcel Dobler (FDP) – gerade auch dank der SVP-Listen. Dort holt er 11,4 Prozent, bei der CVP 8,4 Prozent, bei den Grünliberalen 3 Prozent. Rot-grüne Wählerinnen und Wähler steuerten 2,8 Prozent bei. Anders sieht es bei der neugewählten FDP-Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher aus. Sie erhält am meisten Fremdstimmen von der CVP-Basis (7,7 Prozent) und von Rot-Grün (6,3 Prozent). Die SVP-Listen machen 4,5 Prozent aus, jene der Grünliberalen 4 Prozent.

Die SP-Nationalrätinnen Barbara Gysi und Claudia Friedl profitieren beide mit 11 Prozent von grünen Stimmen. Gysi ist, ebenso wie Marcel Dobler, nicht zum ersten Mal weit vorne in der Panaschierstatistik. Von der CVP-Basis erhielt Gysi 6,4 Prozent der Stimmen – etwas mehr als Claudia Friedl (3,9 Prozent).

Der neugewählte Grünliberale Thomas Brunner hat aus den Kreisen der Listenpartnerin CVP (5 Prozent) nur unwesentlich mehr Stimmen erhalten als von FDP-Wählern (4,6 Prozent). Etwas höher sind die Anteile von den Listen der SP (6 Prozent) und der Grünen (6,9 Prozent).

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