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Samenspende im Wahlkampf

Die St.Galler CVP verteilt Pflästerli, ein Thurgauer Kandidat verteilt Fischauge-Objektive – die Give-aways im Wahlkampf und ihr Nutzen.
David Angst
Zeichnung: Tom Werner

Zeichnung: Tom Werner

Mit dem richtigen Give-away werden grosse Politkarrieren lanciert. So gelangte einst eine Aargauer Anwältin dank dem Verteilen von Duschgel-Beuteln in den Nationalrat. Heute ist sie Altbundesrätin. Aber nicht alles, was originell ist, funktioniert. Vor vier Jahren verteilte ein Thurgauer Kandidat durchsichtige Lineale aus Plastik mit der Aufschrift: «Geradlinig und transparent.» Gewählt wurde er nicht. Vielleicht hatten ihn die Wähler durchschaut.

«Mehr Power» steht auf den Batterien, die der Ständeratskandidat der St.Galler FDP verteilt, in der Hoffnung, dass ihnen nicht schon vor dem 20. Oktober der «Pfuus» ausgeht. Seine Parteikollegin hatte im letzten Wahlkampf Lippenbekenntnisse in Form von Pomade abgegeben. Ein Thurgauer Gartenbau-Unternehmer verschickte schon im Frühjahr Blumensamen-Säcklein und besamte damit seine weibliche und männliche Wählerschaft.

Die St.Galler CVP verteilt Pflästerli – angeblich will sie damit die Pflästerli-Politik bekämpfen. Ob man eine Wahl gewinnt, indem man dem Volk schon im Voraus das Gegenteil von dem abliefert, was man ihm verspricht, darf bezweifelt werden.

Ein Thurgauer Kandidat schliesslich verteilt Fischauge-Objektive, welche man aufs Smartphone klemmen kann. Damit wird die Realität verzerrt dargestellt. Und genau das wird der eine oder andere Parteipräsident am Abend des 20. Oktobers auch versuchen.

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