Pandemie
Unbewilligte Demonstration in St.Gallen gegen Maskenpflicht an Schulen – acht Personen angezeigt

Am Montagabend fanden in der Stadt St.Gallen zwei Kundgebungen in Zusammenhang mit den Coronamassnahmen statt. Eine davon war nicht bewilligt. Die Demonstrationsteilnehmenden wurden von der Stadtpolizei St.Gallen darauf aufmerksam gemacht. Acht Personen werden angezeigt.

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Am Samstag gab es eine Demonstration gegen die Coronamassnahmen in Zürich (im Bild). Am Montagabend folgte eine in St.Gallen.

Am Samstag gab es eine Demonstration gegen die Coronamassnahmen in Zürich (im Bild). Am Montagabend folgte eine in St.Gallen.

Bild: Walter Bieri/Keystone

Am Montagabend fand an der Davidstrasse eine Kundgebung mit rund 40 Personen gegen die Maskenpflicht an Schulen statt. Wie die Stadtpolizei St.Gallen mitteilte, war der Anlass im Vorhinein bekannt, jedoch wurde für diesen kein Gesuch um eine Bewilligung eingereicht. Die Polizei versuchte, eine verantwortliche Person ausfindig zu machen und die Kundgebung am Abend selbst zu bewilligen. Es wollte sich jedoch niemand als verantwortliche Person bekanntgeben, weshalb die Polizei die Teilnehmenden auf die illegale Veranstaltung mittels Megafone aufmerksam gemacht hat.

Acht Personen verliessen die Örtlichkeit nicht. Sie wurden deshalb von der Polizei kontrolliert und werden nun angezeigt. Eine Frau, welche sich nicht kontrollieren und ausweisen wollte, wurde zur Kontrolle auf den Polizeiposten gebracht. Weil sie Widerstand leistete, musste sie in Handfesseln gelegt werden. Sie wird unter anderem wegen Hinderung einer Amtshandlung angezeigt. Die 47-jährige Schweizerin konnte den Polizeiposten am gleichen Abend wieder verlassen.

Bewilligte Demonstration in der Innenstadt

Bei der zweiten Veranstaltung versammelten sich rund 70 bis 80 Personen für einen Demonstrationszug am Hauptbahnhof. Auch hier fehlte ein Gesuch. Jedoch konnte die Stadtpolizei St.Gallen eine verantwortliche Person ausfindig machen und dieser eine Bewilligung vor Ort erteilen. Die Personen liefen anschliessend durch die Innenstadt, wobei sie kurzzeitig eine andere Route als die vorgegebene wählten. Dies konnte gemäss der Stadtpolizei jedoch problemlos geklärt werden.

Die Stadtpolizei macht darauf aufmerksam, dass Kundgebungen im öffentlichen Raum grundsätzlich bewilligungspflichtig sind. Findet eine Kundgebung ohne entsprechende Bewilligung statt, machen sich die Teilnehmenden strafbar. (pd/red)

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