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Ostschweizer Wunschkatalog

Ärzteausbildung, Zollstellen, Bundesrat, Medien: Die Kantonsregierungen der Ostschweiz haben eine ganze Liste mit Forderungen verabschiedet.

ST. GALLEN. Die Ostschweizer Regierungskonferenz bedauert die fehlende Vertretung ihres Landesteils im Bundesrat. Das teilten die Kantonsregierungen nach ihrer gestrigen Plenarsitzung auf der Schwägalp in einem gemeinsamen Communiqué mit. Sie erwarten, dass die Region «bei der nächsten Vakanz zwingend berücksichtigt wird».

Debatte über St. Galler Tagblatt

Zu schaffen macht den Ostschweizer Regierungen auch die von der NZZ-Gruppe angekündigte Umstrukturierung der Redaktion des St. Galler Tagblatts. Das St. Galler Tagblatt und seine Regionalausgaben werden künftig zusammen mit der Luzerner Zeitung unter einer publizistischen Leitung geführt. Überregionale Inhalte sollen von einer gemeinsamen Redaktion produziert werden. Damit gehe «die direkte und permanente Führung der Tagblatt-Medien vor Ort in St. Gallen verloren». Dieser Verlust müsse durch eine möglichst grosse Präsenz des neuen Leiters in der Ostschweiz – auch in der Öffentlichkeit – abgefedert werden. «Es soll und darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass das wichtigste Ostschweizer Medienhaus aus Zürich oder Luzern geführt wird.» Die Regierungskonferenz erwartet, «dass die Stimmen aus den Ostschweizer Kantonen in den verschiedenen Tagblatt-Ausgaben weiterhin in allen Ressorts zur Geltung kommen».

Unterstützt wird der Effort des Kantons St. Gallen, mit dem Projekt «Medical Master St. Gallen» Ausbildungsplätze für Ärzte zu schaffen. In der Region fehle es an Studienplätzen im Fach Humanmedizin. Die Ostschweiz müsse sich als Bildungs- und Wirtschaftsstandort profilieren.

Sorgen um Fährverbindung

Die Regierungen sprachen sich gegen die vorgesehenen Schliessungen von Zollstellen in der Ostschweiz aus. Befürchtet werden Mehrverkehr und längere Wartezeiten an der Grenze. Die Fährverbindung Romanshorn–Friedrichshafen könnte in ihrer Existenz gefährdet sein.

Der Ostschweizer Regierungskonferenz gehören die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau an. Der Kanton Zürich ist assoziiertes Mitglied. (sda/ar)

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