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Ostschweizer Spitäler sind unzufrieden

FRAUENFELD/ST.GALLEN. Nicht nur Datenschützer kritisieren den neuen Vertrag zwischen dem Spitalverband H+ und dem Kassenverband Santésuisse. Um die Spitalrechnungen zu kontrollieren, sei es nicht nötig, den Krankenkassen sämtliche Patientendaten zu liefern, monieren die Leitungen der St. Galler und der Thurgauer Spitäler.
Das Kantonsspital St.Gallen will dem neuen Vertrag zwischen dem Spitalverband H+ und dem Kassenverband Santésuisse nicht zustimmen. (Bild: Umberto W. Ferrari / Archiv)

Das Kantonsspital St.Gallen will dem neuen Vertrag zwischen dem Spitalverband H+ und dem Kassenverband Santésuisse nicht zustimmen. (Bild: Umberto W. Ferrari / Archiv)

Der neue Vertrag sieht vor, dass die Spitäler die Patientendossiers an die Kassen weiterleiten, damit diese die Einteilung der Patienten in die neuen Fallpauschalen überprüfen können. Das Kantonsspital St. Gallen will ihm nicht zustimmen, wie Direktor Daniel Germann auf Anfrage mitteilt. Es sei nicht mehr verhältnismässig, die Datenmenge zur Verfügung zu stellen.

Offener gibt sich Marc Kohler, der CEO der Spital Thurgau AG. Er will direkt mit den Kassen verhandeln. Aber auch Kohler zeigt sich skeptisch. Es werde schwierig sein, den Patientinnen und Patienten zu erklären, warum die Krankenkassen alle Daten erhalten sollten, obwohl Datenschützer vor dem Verstoss gegen das Arztgeheimnis warnen.

Verteidigt wird das neue Vertragswerk von Santésuisse. Der Datenschutz sei klar geregelt. Der neue Vertrag kann zusammen mit der neuen Spitalfinanzierung 2012 nur in Kraft treten, wenn der Bundesrat zustimmt. Andernfalls müssten die Kassen einzeln mit jedem Spital verhandeln. (hal)

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 20. Juli.

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