Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ostschweizer Sorgen wegen Swiss Skills: Bundesrat wiegelt ab

Der Bundesrat wehrt sich gegen den Vorwurf, die Swiss Skills würden zur Konkurrenz für regionale Berufsmessen. Derweil geben Ostschweizer Politiker im Streit um den Standort des Grossanlasses noch nicht auf.
Adrian Vögele, Bern
Zuschauer verfolgen einen Wettbewerb an den diesjährigen Swiss Skills in Bern. (Bild: Pius Amrein)

Zuschauer verfolgen einen Wettbewerb an den diesjährigen Swiss Skills in Bern. (Bild: Pius Amrein)

Die Schweizer Berufsmeisterschaften (Swiss Skills) sind für die Ostschweiz zum Politikum geworden. St. Gallen kandidiert für die nächste Austragung des Grossanlasses, die Chancen stehen jedoch schlecht (Ausgabe vom Montag): Die Veranstaltung wird voraussichtlich bis auf weiteres in Bern stattfinden. Zugleich befürchten regionale Berufsmessen Konkurrenz, da die Swiss Skills künftig alle zwei statt alle vier Jahre stattfinden sollen.

Der St. Galler CVP-Nationalrat und Olma-Direktor Nicolo Paganini hatte den Bundesrat vergangene Woche mit der Konkurrenzfrage konfrontiert. Der Bund spielt als Geldgeber eine wichtige Rolle sowohl für die Swiss Skills als auch für die regionalen Berufsmessen.

Schneider-Ammann verteidigt Stiftung

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sieht kein Problem. «Der Bund erachtet die Swiss Skills nicht als direkte Konkurrenz der regionalen Berufsmessen, sondern als wertvolles Komplementär-Angebot», heisst es in der schriftlichen Antwort des Bundesrates vom Montag. Ähnlich hatte sich bereits die Stiftung Swiss Skills geäussert.
Die Schweizer Berufsmeisterschaften böten in erster Linie Inspiration, so Schneider-Ammann. An den regionalen Berufsmessen hingegen gehe es um gezielte Informationen über die Berufe und um den persönlichen Austausch der Schüler mit Lernenden und Fachleuten.

Schneider-Ammann will sich weiterhin nicht in die Zukunftspläne der Stiftung Swiss Skills einmischen. Der Bund sei nicht im Stiftungsrat vertreten und entscheide nicht über den Durchführungsrhythmus.
Für die Ostschweizer Parlamentarier ist die Sache damit aber noch nicht vom Tisch. Inzwischen ist auch die Thurgauer SVP-Nationalrätin Verena Herzog aktiv geworden. «So schnell geben wir nicht auf», sagt sie. Herzog hat gestern in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats den Antrag gestellt, dass das Thema «Swiss Skills, wie weiter?» noch im ersten Quartal 2019 auf die Traktandenliste der WBK gesetzt wird.

Bildungskommission nimmt das Thema auf

Die Kommission stimmte Herzogs Antrag ohne Gegenstimme zu. Damit wird eine Grundsatzdiskussion stattfinden: einerseits über den Durchführungsrhythmus, andererseits über die Frage, ob die Swiss Skills immer in Bern oder auch dezentral stattfinden können. Sie habe mit Kommissionsmitgliedern aus Regionen mit eigenen Berufsmessen gesprochen, so Herzog. «Diese lokalen Berufsmessen kämen durch den geplanten Zweijahresrhythmus der Swiss Skills arg in Bedrängnis, da Schulklassen kaum an zwei Veranstaltungen, vor Ort und in Bern, teilnehmen könnten.» Herzog sieht es zudem als Chance, die Swiss Skills in wechselnden Regionen stattfinden zu lassen. In verschiedenen Grossstädten sei die nötige Infrastruktur vorhanden. Mit den heutigen Zugverbindungen seien kurze Reisezeiten möglich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.