Ostschweizer müssen auf den Mehlwurm warten

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Lieferengpass Seit dem 1. Mai erlaubt der Bund den Verkauf von Mehlwürmern, Grillen und Wanderheuschrecken zum Verzehr. Beim Schweizer Hersteller Essento, der schon seit Jahren an entsprechenden Produkten tüftelt, wartete man sehnlichst darauf. Und Coop kündigte vollmundig an, diese Produkte noch im selben Monat auf den Markt zu bringen.

Dann kam es aber zu Lieferverzögerungen. Denn die Insekten sollten aus den Niederlanden und Belgien importiert werden. Und dafür mussten die Zuchtbetriebe in den Herkunftsländern erst von den dortigen Lebensmittelbehörden kontrolliert werden. Nun ist es endlich so weit: Am Montag kommen die ersten Mehlwurm-Burger und -Chügeli in vorerst sieben Coop-Filialen: in Zürich, Basel, Bern, Winterthur, Lugano, Lausanne und Genf. Allerdings stehen die Produkte gemäss Mitteilung erst in kleinen Mengen zur Verfügung. Das ist auch der Grund, weshalb neugierige Ostschweizer Esser vorerst auf die neuen Gerichte verzichten müssen – obwohl Hersteller Essento einen Bezug zur Ostschweiz hat: Mitgründer und Geschäftsführer Matthias Grawehr kommt aus Mörschwil.

Produktion wird kontinuierlich gesteigert

Laut Coop-Sprecher Ramón Gander liegt das aber nicht daran, dass die Ostschweizer Esser besonders skeptisch wären. Es gebe auch hier viele Kunden, die sich für neue und innovative Produkte interessierten. «Die Ostschweizer unterscheiden sich diesbezüglich nicht merklich von Kunden in anderen Regionen.» Essento baue die Produktion derzeit noch auf. Die Produktionsmenge werde in den kommenden Wochen kontinuierlich gesteigert. Deshalb starte der Verkauf in den grössten Städten der italienischen, der französischen und der deutschsprachigen Schweiz. «Wir werden den Verkauf aber auch auf die Ostschweiz ausdehnen, sobald mehr essbare Insekten verfügbar sind», sagt Gander. Wann es so weit sein wird, ist noch unklar. (jw)