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OSTSCHWEIZER IM BANN DES STURMS: "Hauptsache, die Mauern stehen noch"

Im letzten Augenblick haben sich Marion Berg und ihr Mann René vor dem Hurrikan Irma in Sicherheit gebracht. Ihr Hab und Gut mussten die Ostschweizer in Florida zurücklassen. Der Sturm habe gezeigt, dass auf die Prognosen nicht immer Verlass sei.
Tim Naef
Hurrikan Irma hat in Naples riesige Schäden hinterlassen. (Bild: Keystone)

Hurrikan Irma hat in Naples riesige Schäden hinterlassen. (Bild: Keystone)

Marion Berg, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen und Ihrer Familie?
Körperlich geht es uns gut. Doch mental war es schwierig. Besonders der Sonntag hat an den Nerven gezerrt. Wir haben den ganzen Tag die Live-Übertragungen der lokalen Sender geschaut. Das Zentrum des Sturms ist direkt über unser Haus gefegt. Am Montag kam dann die Erleichterung.

Die Erleichterung?
Wir haben ein SMS von unseren Nachbarn erhalten, die in Florida geblieben sind. Die Schäden an unserem Haus würden sich in Grenzen halten. Und der Katze gehe es gut.

Es gab also nur leichte Schäden?
In der Tat. Die Regenrinnen wurden zerstört, zudem hat es eine kleine Hütte hinter dem Haus weggeblasen. Rundherum hat der Sturm sämtliche Bäume entwurzelt.

Das hört sich aber nicht nach leichten Schäden an.
Sagen wir es so: Hauptsache, die Mauern stehen noch und die Dächer sind heil geblieben. Wir haben viel Schlimmeres erwartet. Das Wichtigste ist, dass kein Wasser eingedrungen ist.

Marion Berg und ihre Familie mussten wegen eines Hurrikans von Florida nach Washington D.C. fliehen. (Bild: zvg)

Marion Berg und ihre Familie mussten wegen eines Hurrikans von Florida nach Washington D.C. fliehen. (Bild: zvg)

Und wie schildern die Nachbarn die Situation vor Ort?
Als ein komplettes Chaos. Der Strom ist ausgefallen. Das bedeutet: Kein Kühlschrank und keine Klimaanlage. Und das bei 35 Grad. Zudem wurden viele Wasserleitungen zerstört.

Zurzeit sind Sie noch in der Hauptstadt Washington. Wann kehren Sie zurück?
Geplant war Dienstag. Die Behörden haben aber sämtliche Flüge gestrichen. Nun haben wir einen Flug am Samstag nach Fort Lauderdale gebucht. Dort mieten wir ein Auto und fahren den Rest bis nach Naples.

Wie geht es nun weiter?
Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich mit den Aufräumarbeiten beginnen können. Danach werden wir die Schutzmassnahmen für künftige Stürme verstärken.

Hat Sie die Krise etwas gelehrt?
Wir würden nicht mehr ausschliesslich den Prognosen des nationalen Hurrikan Centers vertrauen. Diese haben bis zum Schluss vorausgesagt, dass der Sturm an uns vorbeiziehen würde. Irma hat aber auch die guten Seiten der Menschen hervorgebracht. Wir haben ungezählte Hilfsangebote erhalten. Jeder hat jedem geholfen.

Eine überflutete Strasse nahe des Ozeans in Naples, Florida. (Bild: Keystone)
Autos stehen in Naples, Florida, im Wasser. (Bild: Keystone)
Flut in der Meadow Lan in Bonita Springs, Florida. (Bild: Keystone)
Eine überflutete Strasse in einem Geschäftsviertel in Naples, Florida. (Bild: Keystone)
Ein Auto wurde in Cape Coral, Florida, vom Hurrikan weggeschleudert. (Bild: Keystone)
Ein Pickup fährt durch die geflutete Brickell Avenue in Miami, Florida. (Bild: Keystone)
Ein Mann dokumentiert die Fluten in der Brickwell Avenue in Miami, Florida. (Bild: Keystone)
Eine Frau und ihr Kind betrachten die Schäden in Charlotte Amalie auf St.Thomas, einer der Virigin Islands. (Bild: Keystone)
Ein verwüstetes Viertel in Charlotte Amalie auf St.Thomas, einer der Virigin Islands. (Bild: Keystone)
Umgeknickte Strommasten in Charlotte Amalie auf St.Thomas, einer der Virigin Islands. (Bild: Keystone)
Ein eingepacktes Auto auf St.Thomas, einer der Virgin Islands. (Bild: Keystone)
Nach dem Sturm auf der Karibikinsel St.Maarten. (Bild: GERBEN VAN ES (AP Dutch Defense Ministry))
Menschen in Santo Domingo suchen Schutz. (Bild: ROBERTO GUZMAN (EPA EFE))
Dieses Haus auf der Insel Culebra, Puerto Rico, steht nicht mehr auf seinem Fundament. (Bild: CARLOS GIUSTI (AP))
Alles zerstört: Ort auf der Insel St.Marteen. (Bild: GERBEN VAN ES (AP Dutch Defense Ministry))
In St.Thomas, USA. Virgin Islands, wurde ein Postoffice zerstört. (Bild: IAN BROWN (AP))
Schiffe auf der Insel St.Thomas, USA Virgin Islands. (Bild: IAN BROWN (AP))
Zerstörte Häuser auf der Karibikinsel St.Thomas. (Bild: IAN BROWN (AP))
Philipsburg auf der Insel St.Maarten, nachdem der Hurrikan Irma über die Insel gefegt ist. (Bild: GERBEN VAN ES/DUTCH DEPARTMENT OF DEFENSE)
Kurz bevor der Hurrikan die Dominikanische Republik erreicht, läuft ein Mann in Samana der Küste entlang. (Bild: TATIANA FERNANDEZ (AP))
Die Küste von Samana, Dominikanische Republik. (Bild: TATIANA FERNANDEZ (AP))
Umgefallene Sträucher und Bäume in der Dominikanischen Republik. (Bild: TATIANA FERNANDEZ (AP))
Überschwemmungen nach dem Tropensturm in Fajardo, Puerto Rico. (Bild: CARLOS GIUSTI (AP))
Hunde in der Dominikanischen Republik suchen unter Palmen Schutz vor dem Sturm. (Bild: TATIANA FERNANDEZ (AP))
Zwei Männer binden Bretter auf ihrem Auto fest, um Fenster und Türen am Haus zuzunageln. (Bild: Keystone)
Anstehen vor einem Baumarkt in Miami: Die Menschen kaufen Bretter und dergleichen, um ihre Fenster zunageln zu können. (Bild: Keystone)
Einwohner von Florida flüchten in Richtung Norden, um sich vor dem Tropensturm Irma in Sicherheit zu bringen. (Bild: Keystone)
Jackie Kreuter aus Gulfport in Florida, wähnt ihre Gartenmöbel im Pool vor dem Sturm in Sicherheit. (Bild: Keystone)
Massenansturm in den Einkaufsläden: Die Menschen in Miami bunkern Vorräte. (Bild: Keystone)
In Panama City, Florida, ist das Wasser in einem Laden vorübergehend ausverkauft. (Bild: Keystone)
Auch in Gainesville, Florida, ist das Wasser vorübergehend ausverkauft. (Bild: Keystone)
Das Restaurant Versailles in Miami wird sturmsicher gemacht. (Bild: Keystone)
In luquillo, Puerto Rico, stehen Menschen am Meer, Stunden bevor der Hurrikan ankommt. (Bild: Keystone)
Auch in Santo Domingo, in der Dominikanischen Republik, decken sich die Menschen mit Notvorräten ein. (Bild: Keystone)
Hunderte von kanadischen Touristen verlassen die Dominikanische Republik aus Angst vor dem Tropensturm. (Bild: Keystone)
Ben Cosme aus Key Largo, Florida ist geübt darin, seinen Schokoladeladen sturmsicher zu machen. (Bild: Keystone)
In Sarasota, Florida werden Sandsäcke abgefüllt. (Bild: Keystone)
Motorfahrzeuge verlassen die Florida Keys. Besucher und Einwohner sind aufgefordert worden, sich von der Küste zu entfernen. (Bild: Keystone)
In der Dominikanischen Republik finden Menschen vor dem Sturm Zuflucht in einer Kirche. (Bild: Keystone)
Die Ruhe vor dem Sturm in einem Slum in Port-au-Prince. Wie gut sind die Menschen hier vor der enormen Kraft des Sturmes geschützt? (Bild: Keystone)
In San Juan, Puerto Rico, bereiten sich Einwohner auf den Hurrikan vor. (Bild: Keystone)
Sturm in Fajardo, Puerto Rico. (Bild: Keystone)
Fast leere Strassen vor dem Hurrikan in Fajardo, Puerto Rico. (Bild: Keystone)
Sicherheitsmitarbeiter suchen vor dem Tropensturm nach Einwohnern in den Strassen von Fajardo, Puerto Rico. (Bild: Keystone)
Ein Frau wischt Wasser aus dem Haus nachdem der Tropensturm Irma St.John's, Antigua and Barbuda passiert hat. (Bild: Keystone)
Ein Mann begutachtet den Schaden an seinem Haus. Der Hurrikan Irma hat in St.John's, Antigua and Barbuda für Verwüstung gesorgt. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte suchen nach Menschen in Fajardo, Puerto Rico, nachdem der Hurrikan über das Gebiet gefegt ist. (Bild: Keystone)
Auf dieser Satelliten-Aufnahme ist der enorm grosse Hurrikan kurz vor dem Auftreten auf Puerto Rico zu sehen. (Bild: NASA/NOAA GOES Project)
48 Bilder

Irma, der stärkste Tropensturm aller Zeiten




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