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"OSTSCHWEIZER HELFEN OSTSCHWEIZERN": Oho spendet Pizza: "Das Paar überlegte tagelang, welchen Belag sie wollen"

Zum zweiten Mal konnten mehr als 1,5 Millionen Franken für "Ostschweizer helfen Ostschweizern" gesammelt werden. Für die Unterstützten ist das Geld eine grosse Hilfe.
Joel Mähne
Viele Dankeskarten erreichen jeweils den Verein "Ostschweizer helfen Ostschweizern". (Bild: Benjamin Manser)

Viele Dankeskarten erreichen jeweils den Verein "Ostschweizer helfen Ostschweizern". (Bild: Benjamin Manser)

Joel Mähne

joel.maehne@tagblatt.ch

Die Weihnachtsspendenaktion "Ostschweizer helfen Ostschweizern" (OhO) war wiederrum erfolgreich. In der 13. Ausgabe der Aktion spendeten Ostschweizer Privatpersonen und Firmen bereits zum zweiten Mal über 1,5 Millionen Franken. Die Zahl der Unterstützungsgesuche ist um rund 300 auf 2124 Gesuche angestiegen. Davon wurden 83 Prozent nach der Prüfung durch die 15 Beiräte bewilligt.

Somit konnte OhO dieses Jahr mehr als 1700 Hilfsbedürftige in der Ostschweiz unterstützen. Laut Nadine Knecht, Vereinspräsidentin von OhO, ist in den meisten Fällen Armut oder Krankheit die Ursache für eine schwierige Lage. "Dabei ist die Armut in der Schweiz gut versteckt. Denn die Scham, sich in einer Notlage Hilfe zu holen, ist in unserer Gesellschaft oft gross." In solchen Fällen kann OhO helfen. Dabei können auch kleine Dinge eine grosse Wirkung haben: Ein Ostschweizer hatte sich neben der Unterstützung für eine neue Winterjacke auch Geld für eine Pizza für sich und seine Frau an Weihnachten gewünscht. "Nachdem das Gesuch bewilligt wurde, hat uns der Mann ange­rufen und erzählt, dass er und ­seine Frau tagelang überlegten, welchen Belag sie auf die Pizza wollen", sagt Knecht. Die Empfänger seien sehr dankbar für die erhaltene Unterstützung. Unzählige Briefe, E-Mails und Anrufe erhält der Verein jedes Jahr. Viele der Karten sind selbst gemacht und kunstvoll verziert.

Über die Hälfte kommt von Einzelspendern

Für Nadine Knecht sind die vielen Rückmeldungen der Beweis, dass OhO wirklich helfe. "Es geht um eine Solidarität unter Ostschweizern. Über 50 Prozent der Gelder stammen von Einzelspendern." Es sei darum wichtig zu betonen, dass der Spendenfranken fast eins zu eins weitergegeben werden kann – auch dank der grosszügigen Unterstützung des "Tagblatts". Es finanziert zum grössten Teil die Verwaltungskosten und stellt personelle Ressourcen zu Verfügung. Wichtig für den Verein sei, dass diese Unterstützung trotz der Umstrukturierungen und Anpassungen im Betrieb weitergeführt werde, sagt die Präsidentin.

Für die Zukunft sind laut Kern keine grossen Anpassungen geplant. Selbstverständlich passe man sich laufend neuen Gegebenheiten an, es müssten auch immer wieder interne Posten neu besetzt werden, doch grundsätzlich will man weitermachen wie bisher. "Mit der aktuellen Spendenzahl haben wir eine gute Grösse erreicht", meint Kern. Letztes Jahr konnten die Spendengelder bis auf 48 Franken ­genau weitergegeben werden. "Was uns freut, ist, dass immer mehr Aktionen auch während des Jahres Geld für OhO sammeln." So seien bereits wieder Sammelaktionen für den Mai angemeldet worden. Ostschweizerinnen und Ostschweizern in Not zu helfen, ist also das ganze Jahr möglich – Spenden werden immer entgegengenommen.

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