Ostschweizer Ärzte zahlen nichts

Die drei Ostschweizer Ärztenetzwerke xundart, säntiMed und Murgmed rufen den «zivilen Ungehorsam» gegen den Ärzteverband FMH aus. Sie weigern sich, die FMH-Kampagne gegen Managed Care nachträglich mit 30 Franken pro Mitglied mitzufinanzieren.

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Die drei Ostschweizer Ärztenetzwerke xundart, säntiMed und Murgmed rufen den «zivilen Ungehorsam» gegen den Ärzteverband FMH aus. Sie weigern sich, die FMH-Kampagne gegen Managed Care nachträglich mit 30 Franken pro Mitglied mitzufinanzieren. Die über 250 Ärzte hätten dies mit grosser Mehrheit beschlossen, schreiben sie in der jüngsten Ausgabe der «Schweizerischen Ärztezeitung».

Für die Nein-Kampagne zu der am 17. Juni vom Stimmvolk abgelehnten Managed-Care-Vorlage hatte die FMH 1,5 Millionen Franken eingesetzt. Die nationalen Verbände der Hausärzte (6000 Mitglieder) und der Netzwerkärzte (2000 Mitglieder) hatten die Vorlage aber mehrheitlich befürwortet. Die drei Ostschweizer Netzwerke ziehen nun die Konsequenz und weigern sich, die Nein-Kampagne mitzufinanzieren. Ob und wie sich FMH und die Ostschweizer einigen, ist offen. (sda)

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