AUS TOGGENBURGER HOLZ GESCHNITZT: Eine Statue für Simon Ammann

Er gilt als bester Flieger, den die Schweiz je hatte. Am Dienstag wurde Skispringer Simon Ammann am Flughafen mit einer mannshohen Statue geehrt. Die Aktion soll zu vermehrtem Kauf von einheimischem Holz ermahnen.

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Der Toggenburger Simon Ammann und sein Ebenbild aus Holz. (Bild: Simon Roth)

Der Toggenburger Simon Ammann und sein Ebenbild aus Holz. (Bild: Simon Roth)

"Flieg, Simi, flieg": Die Aufforderung von SRF-Kommentator Michael Stäuble an den Olympischen Spielen von 2002 in Salt Lake City ist unvergessen. Simi flog - und zwar zu Gold auf der Grossschanze, genauso wie auf der Normalschanze. Seit Dienstagmittag steht nun auf der Zuschauerterrasse B des Flughafens Zürich eine mannshohe und lebensechte Statue aus Holz des Toggenburger Skispringers Simon Ammann.

Dieser zeigte sich sichtlich ergriffen von der Aktion. Er hätte nie gedacht, dass er einmal so etwas erhält. "In Unterwasser ist bereits ein Platz nach mir benannt, für mich war das Ehre genug", sagte Ammann. Nichtsdestotrotz freue er sich nun auf alle Bilder, die von der Figur viral gehen werden. "Ich bin gespannt, wer sich alles damit ablichten lässt."

Vermehrt auf Schweizer Holz setzen

Die Aktion fand im Rahmen der Kampagne "#Woodvetia - Aktion für mehr Schweizer Holz" statt. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) und die Initiative Schweizer Holz wollen die Bevölkerung dazu auffordern, nach Schweizer Holz zu fragen. Simon Ammann selbst hat auch einen Bezug dazu. Wie er an der Vorstellung der Statue sagte, war er früher viel mit dem Vater im Wald unterwegs, um zu holen.

Am Flughafen Zürich kam seine Statue nun zu stehen, weil der Toggenburger seit seinem olympischen Doppelgold in Salt Lake City laut den Initianten als bester Flieger der Schweizer gilt.

Aus der Toggenburger Heimat

Die Nachfrage nach Schweizer Holz ist laut dem Bafu und der Initiative Schweizer Holz seit Jahren rückläufig. Nun soll Gegensteuer gegeben werden mittels der Statuen, welche der Künstler Inigo Gheyselinck von Schweizer Persönlichkeiten anfertigt. Ausgestellt werden die Figuren an öffentlichen Orten, die einen inhaltlichen Bezug zur Persönlichkeit aufweisen. Die Statuen werden aus einem Holz hergestellt, das aus der Heimat der Persönlichkeiten stammt. Der hölzerne Simon Ammann beispielsweise wurde aus einer Toggenburger Fichte gefertigt. Es ist die zehnte ihrer Art, die eingeweiht wurde - andere Grössen, denen Holzstatuen gewidmet wurden, sind beispielsweise Mundart-Musiker Polo Hofer, Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder, Maler Giovanni Segantini oder die Schöpferin von "Heidi", Schriftstellerin Johanna Spyri. (pd/red.)

Lebensecht: Der Simon Ammann aus Holz im Atelier. (Bild: pd)

Lebensecht: Der Simon Ammann aus Holz im Atelier. (Bild: pd)