Für Dialog, gegen Ausgrenzung

ST.GALLEN. Mehrere hundert Menschen haben gestern abend in St.Gallen an der Schlussfeier zur Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche teilgenommen. Sie setzten damit ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben der Religionen.

Claudia Schmid
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Gegenseitiger Respekt als Leitgedanke: Schlussfeier der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche auf dem St. Galler Klosterplatz. (Bild: Peter Käser)

Gegenseitiger Respekt als Leitgedanke: Schlussfeier der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche auf dem St. Galler Klosterplatz. (Bild: Peter Käser)

Aus zwanzig Religions- und Glaubensgemeinschaften strömten Frauen, Männer und Kinder auf den St.Galler Klosterplatz, um für gegenseitigen Respekt im Dialog und gegen Ausgrenzung einzustehen. Hinduismus, Judentum, Islam, Buddhismus, Christentum, Sikhismus und Bahai waren an der Schlussfeier der Interreligiösen Dialog- und Aktionswoche vertreten. Religionsfreiheit und Toleranz seien wichtig für den Frieden, deshalb müsse die Politik grösstes Interesse am interreligiösen Dialog haben, erklärte der St. Galler Stadtrat Nino Cozzio. Jeder und jede sei aufgerufen, gegen den Fundamentalismus im eigenen Umfeld anzukämpfen. «Als Katholik fühle ich mich nicht von katholischen Fundamentalisten repräsentiert», betonte er. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung der St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog sei ihre Bedeutung aktueller denn je. «Wir sind aufgefordert, alles zu unternehmen, damit sich der Dialog in die Breite ausdehnt. Es braucht die Unterstützung aller, um in der Gesellschaft Frieden und Solidarität zu fördern.»

Interreligišse Feier zum eidgenšssischen Bettag, Klosterplatz, St. Gallen (Bild: Peter Käser)
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Interreligi?se Feier zum eidgen?ssischen Bettag, Klosterplatz, St. Gallen (Bild: Peter Käser)
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Interreligiöse Feier zum eidgenössischen Bettag, Klosterplatz, St. Gallen (Bild: Peter Käser)
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Bild: Peter Käser
Interreligiöse Feier zum eidgenössischen Bettag, Klosterplatz, St. Gallen (Bild: Peter Käser)

Interreligišse Feier zum eidgenšssischen Bettag, Klosterplatz, St. Gallen (Bild: Peter Käser)


Gesellschaftliche Offenheit

Regierungsrat Martin Klöti betonte, dass die St.Galler Erklärung ein starkes Zeichen für die gesellschaftliche Offenheit setze. Wer sie unterschreibe, verpflichte sich auch für die Umsetzung der Menschenrechte und der Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Die Erklärung geht von der Tatsache aus, dass als Folge der Migration die Zahl der Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit stark zugenommen hat und das Zusammenleben von kulturell und religiös unterschiedlich geprägten Menschen nicht immer einfach ist. In fünf Verpflichtungen werden Spielregeln für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben formuliert.

In diesem Jahr unterzeichnete die evangelisch-methodistische Kirche St. Gallen-Appenzell die Erklärung. Er sei stolz auf die Unterschrift, zumal seine Kirche seit jeher gegen Ausgrenzung eingestanden sei, erklärte Pfarrer Peter Gumbal.

Gebete und Musik

Ein Herzstück der Feier waren die Gebete der verschiedenen Religionen und Glaubensgemeinschaften. Der internationale Chor «World Voices» unter der Leitung von Charles Uzor, Musiklehrer an der Kantonsschule St. Gallen, begeisterte mit mitreissenden Liedern. Zusammen mit allen Anwesenden sangen sie zum eidgenössischen Bettag die Schweizer Landeshymne. Ein Apéro mit lokalen Speisen bot zum Abschluss die Gelegenheit für weitere Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Glaubensgemeinschaften.