Delphine überwintern in Lipperswil

LIPPERSWIL. Das Connyland macht Winterpause. Es blickt wegen des nassen Sommers auf eine durchzogene Saison zurück. Eine neue Heimat für die Delphine hat der Park noch nicht gefunden. Sie bleiben bis Sommer 2013 im Thurgau.

Donat Beerli
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Delphin-Show im Connyland. (Bild: Reto Martin)

Delphin-Show im Connyland. (Bild: Reto Martin)

Am Sonntag geht die Saison im Connyland zu Ende. Geschäftsführer Erich Brandenberger spricht von einem durchzogenen Jahr: «Wir gehen von einem Besucherrückgang von zehn Prozent aus gegenüber dem Vorjahr.» Das Wetter sei halt entscheidend für einen Freizeitpark und dieses habe vor allem in der ersten Hälfte des Jahres nicht so gut mitgespielt.

Seit das Parlament im Mai ein Gesetz zum Import-Verbot von Delphinen verabschiedet hat, ist klar: Im Connyland wird es in Zukunft keine Delphin-Shows mehr geben. Die Geschäftsleitung ist nun dabei, einen neuen Platz für die Delphin-Mutter Chicky und ihre Söhne Secret und Angel zu finden. «Dies ist nicht einfach», sagt Brandenberger. Das Connyland habe Angebote erhalten, jedoch entsprächen die Zustände einzelner Delphinarien nicht den Vorstellungen des Freizeitparks.

Biologe kontrolliert Spermien

Fest steht: Bis Sommer 2013 bleibt die Delphinfamilie sicher in Lipperswil. Secret, der jüngere der beiden männlichen Jungtiere, wird im Mai zwei Jahre alt. Fachleute raten, keine Jungen unter zwei Jahren zu transportieren, denn die Tiere werden noch gesäugt. «Sobald wir wissen, wo die Delphine zukünftig leben werden, bereiten wir sie auf den Transport vor.» Bis dahin könnte es allerdings in Lipperswil ein Problem geben. Angel, der im September acht Jahre alt geworden ist, produziert Sperma. Im Moment sei dies aber noch nicht problematisch, sagt Erich Brandenberger. Ein Biologe überprüfe die Spermien ständig. Sollte dieser herausfinden, dass das Jungtier geschlechtsreif sei, müsse man es sofort von der Mutter trennen, damit es nicht zu Inzucht komme.

Achterbahn im Gespräch

Für die Zeit nach den Delphinen ist Brandenberger zuversichtlich. Er ist überzeugt, dass die Besucher nicht nur wegen der Delphine nach Lipperswil kommen. Was der Freizeitpark künftig auf dem Areal der jetzigen Lagune anbieten wird, ist noch nicht klar. «Wir sind immer noch in der Ideen-Phase, konkret ist noch nichts», sagt Brandenberger. Überlegt wird, eine weitere Achterbahn oder einen Wasserpark zu realisieren.

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