OSTSCHWEIZ: Rolf Erb ist tot

Die Kantonspolizei Thurgau hat am Montagmorgen bestätigt, dass Rolf Erb verstorben ist. Er sei von seiner Lebensgefährtin im Schloss Eugensberg in Salenstein tot aufgefunden worden.
Hätte am 1. Mai sein Schloss in Salenstein verlassen müssen: Rolf Erb. (Bild: Keystone/Archiv)

Hätte am 1. Mai sein Schloss in Salenstein verlassen müssen: Rolf Erb. (Bild: Keystone/Archiv)

"Seine Lebenspartnerin fand ihn gegen 18 Uhr am Samstagabend", sagte Andy Theler, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, gegenüber dem Blick. Die Todesursache sei noch nicht geklärt. Die Polizei geht von einem natürlichen Tod oder Suizid aus. "Ein Drittverschulden wird ausgeschlossen", sagt Theler.

Vor rund 14 Tagen hatte das Bundesgericht entschieden, dass Erb seine Freiheitsstrafe von sieben Jahren trotz akuter Suizidgefahr antreten muss. Eine Beschwerde gegen ein Gutachten wurde abgewiesen. Die Lausanner Richter waren zum Schluss gekommen, dass das bereits bestehende Gutachten keine Mängel aufweise. Es dürfe nicht dazu kommen, dass eine Selbstgefährdung zu einem gängigen letzten Verteidigungsmittel von Verurteilten und deren Anwälten werde.

Erb hätte am 1. Mai ausziehen müssen

Es war nicht die einzige Niederlage vor Bundesgericht: Mitte Februar hatten die Richter entschieden, dass Rolf Erb mit seiner Lebensgefährtin und den Kindern am 1. Mai 2017 das Schloss Eugensberg in Salenstein hätten räumen müssen.

Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Der Fall gilt als zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Geschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen. Erb wurde im Januar 2014 wegen diverser Delikte verurteilt.(tn)

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