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OSTSCHWEIZ: Neue Beratungsstelle gegen Rassismus in St.Gallen gestartet

Für die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen ist am Montag eine Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung eröffnet worden. Grundlage ist eine Vereinbarung mit dem Bund, der das Angebot mitfinanziert. Ähnliche Anlaufstellen gibt es bereits quer durch die Schweiz.
In der Arbeitswelt sei die Diskriminierung am grössten. (Bild: pd)

In der Arbeitswelt sei die Diskriminierung am grössten. (Bild: pd)

Am meisten rassistische Diskriminierungen ereigneten sich in der Arbeitswelt, erklärte der St.Galler Regierungsrat Martin Klöti (FDP) an der Medienorientierung, bei der die neue Beratungsstelle vorgestellt wurde. Ein Beispiel dafür sei etwa, dass Bewerbungsdossiers mit Namen, die auf - ic endeten, einfach beiseite gelegt würden.

Für die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft brauche es kompetente Unterstützung, wenn etwas nicht laufe, so Klöti. Deshalb sei die Beratungsstelle des Hilfswerks der evangelischen Kirchen Schweizer (Heks) der geeignete Partner für ein solches Angebot.

Offene Türen
In den Räumlichkeiten des Heks an der Tellstrasse 4 in St.Gallen gibt es seit Montag für Einzelpersonen aber auch für Gruppen allgemeine Auskünfte, Unterstützung, die Vermittlung bei Konflikten und andere Interventionen - nicht aber die rechtliche Vertretung in Diskriminierungsfällen.

«Wir wollen eine Anlaufstelle mit offenen Türen anbieten», erklärte Tilla Jacomet, Leiterin der neuen Beratungsstelle. Jede und jeder könne sich an die Stelle wenden. Das Angebot gelte nicht nur für Personen die direkt betroffen seien, sondern auch für die Nachbarn, die Lehrerin oder den Freund.

Der Zugang solle möglichst einfach sein. Über die Homepage könne man sich auch noch Nachts um elf Uhr melden, illustrierte sie. Wer sich an das Angebot wendet, soll mit rascher Unterstützung rechnen können: «Es wird schnell einen ersten Termin geben.»

Vereinbarung mit dem Bund
Das Angebot soll nun unter anderem über Flyer bekanntgemacht werden. Dabei zielt man auch auf das Umfeld von Betroffenen: So könnten etwa Betriebsräte auf das Angebot hinweisen.

Aufgrund der Erfahrungen in anderen Kantonen wird mit jährlich 30 bis 40 Fällen gerechnet, mit jeweils unterschiedlicher Komplexität. Nicht immer braucht es dafür mehrere Beratungen: «Häufig genügt bereits die Anerkennung und Einordnung des Erlebten», sagte Tilla Jacomet.

Grundlage für die neue Stelle ist eine Vereinbarung mit dem Bund über die Umsetzung des kantonalen Integrationsprogramms 2014-2017. Das Angebot soll nach der Startphase jährlich 50'000 Franken kosten. Damit wird eine 30 Prozent-Stelle finanziert. Mitzahler sind der Bund, der die Hälfte beisteuert, sowie die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen, die sich den restlichen Betrag aufteilen. (sda)

Informationen online unter Heks Ostschweiz: beratungsstelle-diskriminierung.heks.ch.

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