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OSTSCHWEIZ: Mit gepanzertem Fahrzeug gegen Terroristen und Geiselnehmer

Das Ostschweizer Polizeikonkordat hat bei einem spezialisierten Hersteller in Deutschland ein gepanzertes Fahrzeug eingekauft. Es soll bei Geiselnahmen oder Terroranschlägen zum Einsatz kommen. Bisher gab es dafür einen inzwischen 22 Jahre alten Mowag-Piranha.
Auch in der Ostschweiz rüstet sich die Polizei für künftige Herausforderungen. (Bild: Archiv/Benjamin Manser (Symbolbild))

Auch in der Ostschweiz rüstet sich die Polizei für künftige Herausforderungen. (Bild: Archiv/Benjamin Manser (Symbolbild))

Anfangs September wurde der Auftrag im Amtsblatt ausgeschrieben, diese Woche ist nun der Vergabeentscheid veröffentlicht worden: Die Carl Friederichs AG mit Sitz in Frankfurt am Main wird dem Ostschweizer Polizeikonkordat ein "Schutzfahrzeug Ostpol" liefern. Gemeint ist damit ein gepanzertes Fahrzeug, das etwa bei Schiessereien, Geiselnahmen oder Terroranschlägen zum Einsatz kommen könnte. Der Kostenrahmen betrug 600'000 Franken.

Der Preis liege darunter, erklärt der Präsident des Ostschweizer Polizeikonkordats, der Ausserrhoder Polizeikommandant Reto Cavelti, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der genaue Betrag werde nicht kommuniziert. Bei der Ausschreibung waren zwei Angebote eingegangen.

Gepanzerte Ambulanz
Die Carl Friedrichs AG ist auf die Panzerung von zivilen Fahrzeugen spezialisiert. Sie bietet etwa gepanzerte Ambulanzwagen oder Limousinen an. Laut Homepage kommen die Aufträge für die Spezialanfertigungen vor allem von ausserhalb Deutschlands. Besteller sind afrikanische oder osteuropäische Staaten, aber beispielsweise auch die OSZE.

In die Ostschweiz wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 ein geschützter Mannschaftstransporter geliefert, der auf der Basis eines Mercedes-Sprinter aufgebaut sei, informiert Cavelti. Der Wagen wirke unauffälliger als das bisher eingesetzte Militärfahrzeug, ein Piranha der Kantonspolizei Thurgau. Wenn man das neue Schutzfahrzeug auf der Autobahn überhole, falle es nicht gross auf, versichert der Polizeikommandant.

Normalerweise wird der gepanzerte Wagen in St.Gallen − in der Mitte des Ostschweizer Konkordats (SG, TG, AR, AI, SH, GL, GR, FL sowie die Stadtpolizeien von Chur und St.Gallen) − stationiert sein. Er kann aber auch verlegt werden, beispielsweise nach Graubünden, wenn dort das WEF stattfindet. Der Piranha wird bald ausgemustert. Nach 22 Jahren sei er am Ende seiner Lebenszeit angelangt, so Cavelti. (sda)

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