OSTSCHWEIZ: Knapper Wohnraum für Flüchtlinge

Die hohe Schutz- oder Bleibequote der Flüchtlinge und vorläufig aufgenommener Personen wird für die Gemeinden in der Ostschweiz zur Herausforderung im Asylwesen: Der Wohnraum wird knapp.

Christoph Zweili
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Soldaten begleiten Flüchtlinge im Oktober 2015 ab dem Bahnhof Buchs ins Empfangszentrum Altstätten. (Bild: Ralph Ribi)

Soldaten begleiten Flüchtlinge im Oktober 2015 ab dem Bahnhof Buchs ins Empfangszentrum Altstätten. (Bild: Ralph Ribi)

2016 wurden in der Schweiz in den ersten sechs Monaten 20 Prozent mehr Asylgesuche eingereicht als 2015. An den Grenzen im Osten der Schweiz blieb es im ersten Halbjahr allerdings ruhig, wie die Nachfrage bei der Eidgenössischen Zollverwaltung ergibt. Dennoch sind die Asylunterkünfte im Kanton St. Gallen zu über 100 Prozent ausgelastet. Hier stehen seit Ende Juni rund 700 Unterbringungsplätze zur Verfügung. Dem Kanton wurden bis Ende Mai 626 neue Asylsuchende zugeteilt, per Ende Juni wurden 467 neue Asylsuchende in den kantonalen Unterkünften untergebracht.

Laut Staatssekretariat für Migration befinden sich in den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden 5415 Personen im Asylprozess. Asylsuchende dürfen während der ersten drei bis sechs Monate nicht arbeiten – das erklärt die tiefe Erwerbsquote. Auch bei den vorläufig Aufgenommenen und den anerkannten Flüchtlingen findet nicht einmal jeder Dritte eine Arbeitsstelle. Den St. Galler Gemeinden macht vor allem das Beschaffen von Wohnraum für die Asylsuchenden zu schaffen.

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