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OSTSCHWEIZ: Hohe Pegelstände - Sorgen bei den Bauern

Viel Regen im Mai und Juni – und keine Wetterwende ist absehbar. Langsam machen sich die Folgen bemerkbar: Bauern in der Ostschweiz können nicht heuen und rechnen mit Ernteausfällen. Und der Pegel des Bodensees steigt stetig an.
Regen, Regen, Regen: Blick auf eine überschwemmte Strasse vor einigen Tagen in Dottikon. (Bild: ENNIO LEANZA (KEYSTONE))

Regen, Regen, Regen: Blick auf eine überschwemmte Strasse vor einigen Tagen in Dottikon. (Bild: ENNIO LEANZA (KEYSTONE))

"Wie 1980 oder 1987", vergleicht Andreas Widmer, Geschäftsführer des St.Galler Bauernverbandes, die bisherige Wetterentwicklung mit früheren schlechten Jahren für die Landwirtschaft. Bei den Bauern nehmen wegen der vielen Niederschläge die Sorgen zu: Das Wasser bleibe auf den durchnässten Böden liegen, für die Beerenernte, aber auch für Kirschen bräuchte es nun warme und trockene Tage, und in den höheren Lagen habe bisher die Heuernte nicht eingebracht werden können, zählt Widmer die Probleme auf.

Zu wenig trockene Tage
Der eine warme Tag, letzte Woche am Freitag, habe nicht viel gebracht: Die Böden müssten zuerst zwei Tage lang trocknen, sonst könnten sie nicht mit Maschinen befahren werden, erklärt der Geschäftsführer des Bauernverbandes. Noch sei die Lage nicht dramatisch: Mit einer Wetterwende nächste Woche und einem trockenen Juli und August könne vieles noch aufgeholt werden.

Schwierig sei die Situation allerdings beim Heuen. Je länger das Gras stehen bleibe, je mehr verliere es an Wert: Jeder Landwirt, der das Heu nicht wegbringe, verliere an Einnahmen, fasste Widmer zusammen.

Weniger Publikum an Public Viewings
Unter den Niederschlägen leiden auch die Veranstalter von Public Viewings der EM-Spiele. Dort wirkt sich jeweils die aktuelle Wetterlage auf den Publikumsaufmarsch aus. Nach erst wenigen Spieltagen ist es aber noch zu früh für eine Bilanz. Noch keine Befürchtungen gibt es etwa beim Openair St.Gallen, das am 30. Juni starten wird. Für das Festival sind ausgiebige Niederschläge keine ungewohnte Situation.

Bodensee unter Alarmschwelle
Mit dem vielen Regen ist der Pegelstand des Bodensees stark angestiegen. Müssen die Bewohner an Uferlagen bald Sandsäcke bereitlegen? Aktuell liege der Pegelstand zwar 60 Zentimeter über dem langjährigen Mittel, je nach Messstandort aber noch um die 35 Zentimeter unter der Hochwassergrenze, fasst Ulrich Göttelmann vom Amt für Wasserbau und Hydrometrie im Thurgauer Amt für Umwelt die aktuelle Situation zusammen.

Damit befinde man sich noch nicht im kritischen Bereich. Das sollte sich nach den vorliegenden Prognosen auch nicht ändern, auch wenn die Pegel noch weiter steigen dürften. "Man wird unter der Alarmschwelle bleiben", erklärt er. Dies könnte sich vor allem dann ändern, wenn es im Juli weiterregnen würde.
Das aktuelle Wetter mit Niederschlägen, aber auch längeren Regenpausen hat auch positive Auswirkungen: Im letzten Jahr habe es zu wenig Niederschläge und im Bodensee eher zu wenig Wasser gegeben, erinnert Göttelmann. (sda)

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