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OSTSCHWEIZ: Höchstwert bei Grippekranken erreicht - Run auf Apotheken

Die Grippe ist immer noch weit verbreitet. Das spüren auch die Apotheken - wobei viele Kranke direkt zum Arzt gehen.
Jonas Manser
Nur bei Kleinkindern und den 5- bis 14-Jährigen steigt die Zahl der neu an Grippe Erkrankten noch. (Bild: Nana Do Carmo)

Nur bei Kleinkindern und den 5- bis 14-Jährigen steigt die Zahl der neu an Grippe Erkrankten noch. (Bild: Nana Do Carmo)

Jonas Manser

jonas.manser@tagblatt.ch

«An der Grippe-Situation in der Ostschweiz hat sich in den vergangenen zwei Wochen nicht viel geändert», sagt Kantonsärztin Danuta Reinholz auf Anfrage. Immer noch liegt die Zahl der Neuerkrankungen weit über der Epidemiegrenze. Mitte Januar lag diese Zahl in der Ostschweiz bei 229 pro 100'000 Einwohner, mit steigender Tendenz. Diese Prognose hat sich nun bestätigt: Nach den neusten Zählungen vom 24. Januar hat sich die Zahl der Neuerkrankungen auf 253 pro 100'000 Einwohner erhöht.

Doch gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist keine Steigerung mehr in Sicht, die Lage habe sich beruhigt. «Der Kanton St.Gallen selbst macht keine Erhebungen, deshalb sind wir auf die Zahlen des BAG angewiesen», sagt Danuta Reinholz. Jedoch würden sie die Lage jederzeit beobachten. Es gebe keine besorgniserregenden Rückmeldungen von Arztpraxen und Spitälern aus dem Kanton.

Mehr Medikamente gegen Erkältung

«Wenn die Grippewelle über das Land fegt, hat es in den Apotheken merklich mehr Leute», sagt Martina Züger von der Bruggen-Apotheke in St.Gallen. Zentral bei der Unterscheidung von Erkältung und Grippe sei der Krankheitsverlauf, erklärt Züger. Bei der Grippe trete sehr schnell Fieber auf. Bei einer Erkältung seien zuerst Nase, Hals und Bronchien betroffen. Erst später würde erhöhte Temperatur auftreten. ­Medikamente gegen Erkältungen würden öfter verlangt. Ob eine Kundin oder ein Kunde tatsächlich an einer Grippe erkrankt sei oder nicht, könne eine Apothe­kerin oder ein Apotheker zwar anhand der Beschwerden beurteilen. Ihre Apotheke führe jedoch keine Statistik, sagt Züger. Oft kämen die Grippepatienten gar nicht erst in die Apotheke, sondern gingen direkt zum Arzt.

Ärztinnen und Ärzte, die dem Sentinella-Meldesystem des BAG angeschlossen sind, registrieren derzeit gesamtschweizerisch 35,8 Grippeverdachtsfälle auf 1000 Konsultationen. Das entspricht hochgerechnet 303 Fällen pro 100000 Einwohner – rund 60 weniger als in der Woche zuvor. Den Höhepunkt hat die Grippewelle dieser Saison in der zweiten Woche des angebrochenen Jahres mit 351 Verdachtsfällen erreicht. Die Krankheit ist aber nach wie vor in allen Regionen weit verbreitet.

Bei Kindern noch steigend

Bei den meisten Altersklassen hält sich die Zahl der Fälle konstant oder sinkt unterdessen. Nur bei Kleinkindern und den 5- bis 14-Jährigen zählt das Sentinella-Meldesystem mehr Erkrankte als Anfang des Monats. Steigend ist die Tendenz zudem in den Kantonen Aargau und Solothurn ­sowie in beiden Basel. In der ­Romandie und im Kanton Bern ist die Grippe auf dem Rückzug, schreibt das BAG. In den meisten Ländern Europas sei der Höhepunkt der Grippewelle ebenfalls in den vergangenen zwei Wochen erreicht worden, heisst es.

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