OSTSCHWEIZ: Getürkte Miss-Ostschweiz-Wahl: Veranstalter nimmt Stellung

Zwei Finalistinnen haben nach der Miss-Ostschweiz-Wahl schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren erhoben: Die Siegerin soll schon im Vorhinein festgestanden haben. Nun sagt Veranstalter Marcel Weingartner, was er von den Aussagen hält.

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Die 21-jährige Lara Storchenegger ist die neue Miss Ostschweiz. (Bild: MAREYCKE-FREHNER)

Die 21-jährige Lara Storchenegger ist die neue Miss Ostschweiz. (Bild: MAREYCKE-FREHNER)

Nach den diesjährigen Miss Ostschweiz-Wahlen am vergangenen Samstag haben zwei Teilnehmerinnen gegenüber dem Tagblatt schwere Vorwürfe gegen die Organisatoren erhoben. So glauben die beiden Finalistinnen, Anina Nägeli aus Andwil und Jessica Cavelti aus Herisau, zu wissen, dass die Siegerinnen der Miss Ostschweiz-Wahlen schon Wochen im Voraus festgestanden hätten. "Alles war bereits vorab geplant", sagte Nägeli.

Richtige Prognose gestellt
Der Veranstalter, Marcel Weingartner, äussert sich nun gegenüber "FM1today" zu den Vorwürfen. Laut ihm sind diese "völlig aus der Luft gegriffen". Für eine solche Sache hätte man acht Jury-Mitglieder bestechen müssen. Zudem beweise ein Online-Voting die Korrektheit der Wahl. Vielmehr glaubt Weingartner an ein Missverständnis, keiner seiner Mitarbeiter habe sich gegenüber Nägeli und Cavelti verplappert: "Sie haben mit einem Betreuer über die Wahl und mögliche Gewinnerinnen gesprochen. Der Betreuer hatte offenbar mit seiner Prognose Recht", sagt Weingartner. Für ihn sei die Wahl klar ein Juryentscheid an diesem Abend gewesen.

Da die Zukunft der Miss-Ostschweiz–Wahl sowieso ungewiss ist, findet Weingartner die Vorwürfe ärgerlich: "Es schadet dem Ruf. Der Wahlabend war insgesamt ein grosser Erfolg und fand ein sehr positives Echo." Man habe bereits Anfragen von Sponsoren erhalten, die sich für die Durchführung der Miss-Ostschweiz-Wahl 2017 zu Gesprächen bereit erklärt hätten. "Es könnte nächstes Jahr einige Änderungen geben." (mre)