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OSTSCHWEIZ: Bis zum Wochenende giesst es wie aus Kübeln

Gewitter und heftige Regenfälle sind für die kommenden Tage angesagt. Die Hitzetage scheinen in der Ostschweiz gezählt. Aber gibt der Sommer nicht doch noch ein Comeback? Meteorologe Lukas Lehner zur Wetterlage.
Alexandra Pavlovic
Lukas Lehner, Meteorologe beim Wetterdienst MeteoGroup Schweiz. (Bild: PD)

Lukas Lehner, Meteorologe beim Wetterdienst MeteoGroup Schweiz. (Bild: PD)

Lukas Lehner, es besteht eine Warnung vor Unwetter und Starkregen. Auf was muss sich die Ostschweiz in den kommenden Tagen einstellen?
Am Donnerstag ist es mit dem Regen losgegangen. Seit dem Mittag sorgt eine Kaltfront für kräftige Niederschläge, die erst am Wochenende langsam nachlassen. Vor allem der Freitag wird verregnet sein. Am Samstag und Sonntag regnet es dann noch zeitweise, und auch wenn trockene Abschnitte länger werden, bleibt das Wetter trüb.

Von welcher Niederschlagsmenge sprechen wir?
Von Donnerstag- bis Samstagmittag dürften verbreitet zwischen 60 und 80, in Staulagen des Alpsteins örtlich sogar über 100 Liter pro Quadratmeter fallen.

Ist das viel?
Für eine Periode von zwei Tagen ja. Statistisch gesehen kommen solche Tage im Verlauf eines Jahres aber immer mal wieder vor, dies besonders im Herbst.

Lukas Lehner, Meteorologe beim Wetterdienst MeteoGroup Schweiz. (Bild: PD)

Lukas Lehner, Meteorologe beim Wetterdienst MeteoGroup Schweiz. (Bild: PD)

Muss die Bevölkerung mit Gefahren rechnen?
Es handelt sich bei der derzeitigen Wetterlage nicht um eine typische Hochwasserlage. Zu überfluteten Kellern wird es grossräumig nicht kommen. Ganz lokal können aber schon kleinere Bäche oder Flüsse Hochwasser führen und möglicherweise über die Ufer treten. Das wäre allerdings lokal an Starkregenschauer oder Gewitter gebunden, wobei deren Auftreten nicht exakt vorhergesagt werden kann.

Viele sprechen schon vom Herbst.
Der Hochsommer mit Temperaturen über 30 Grad ist definitiv vorbei, denn die Tage werden wieder kürzer. Wir müssen uns ab jetzt auf eher herbstliches Wetter einstellen, wobei es durchaus noch einmal etwas wärmere Tage geben könnte. Ende September folgt meist eine Phase warmer Temperaturen bei stabilem Wetter. In der nächsten Woche zeigt sich die Sonne wieder häufiger, und das Thermometer klettert auf 18 bis 20 Grad.

Am Mittwoch 30 Grad, am Freitag gerade noch 15. Sind derartige Temperaturstürze normal, oder ist das eine Folge des Klimawandels?
Nein, mit dem Klimawandel hat das nichts zu tun. Auch dass diese Abkühlung am Monatswechsel auf den meteorologischen Beginn des Herbstes fällt, ist mehr ein Zufall. Dass an einem Tag hochsommerliche Temperaturen herrschen und es zwei Tage später rasant abkühlt, ist gerade in der Übergangszeit vom Frühling und Herbst häufig.

Die Sonne geht, der Regen kommt: Das Herbstwetter hat die Ostschweiz erreicht. (Bild: Urs Jaudas)

Die Sonne geht, der Regen kommt: Das Herbstwetter hat die Ostschweiz erreicht. (Bild: Urs Jaudas)

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