Orthopäden sind die grössten Kaffee-Junkies

Wollten Sie schon immer wissen, wie viel Kaffee die Ärztinnen und Ärzte am Kantonsspital St. Gallen trinken? – Nein? Wir sagen es Ihnen trotzdem: Es sind 70 000 Tassen pro Jahr. Und jeder achte Arzt ist ein notorischer Kaffeetrinker.

Samuel Koch
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Wollten Sie schon immer wissen, wie viel Kaffee die Ärztinnen und Ärzte am Kantonsspital St. Gallen trinken? – Nein? Wir sagen es Ihnen trotzdem: Es sind 70 000 Tassen pro Jahr. Und jeder achte Arzt ist ein notorischer Kaffeetrinker.

Herausgefunden hat das eine Gruppe von Kantonsspital-Medizinern, die den Kaffeekonsum der Kolleginnen und Kollegen untersucht hat. Die Studie schaffte es sogar in die renommierte Fachzeitschrift «British Medical Journal». Wohl vor allem deshalb, weil es nun erstmals Daten dazu gibt, welche Medizinergattung sich am häufigsten in der Nähe des Kaffeeautomaten aufhält. Laut der Studie sind die Orthopäden die grössten Kaffee-Junkies – dicht gefolgt von den Radiologen und den Chirurgen. Am Ende der Rangliste befinden sich die Anästhesisten. Und mit der Höhe der Hierarchiestufe steigt die Bereitschaft, Kaffeerunden an die Kollegen auszugeben. Die Studie liefert auch geschlechterspezifische Erkenntnisse: Wenn Ärztinnen zur Tasse greifen, beinhaltet sie meist Cappuccino. Ärzte trinken mehr als doppelt so viel und stehen mehr auf Espresso. Ob das mit einer prominenten TV-Werbung zu tun hat? – What else!

Nur: Wirklich brauchbar ist die Studie nicht. Denn die Hobby-Forscher zählten den Tassenkonsum nur an einem einzigen Ort – in der Cafeteria. Die unzähligen Kaffeemaschinen in Büros, Stationszimmern, Besprechungsräumen und Putzkammern sind nicht berücksichtigt. Die Dunkelziffer dürfte also entsprechend hoch sein.

Beruhigend ist die Studie trotzdem: Die Chance, dass man es als Patient mit einem hellwachen Arzt zu tun bekommt, ist erfreulich hoch.

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