Opfer hatte mit Polizei gedroht

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Tötungsdelikt Ausgangspunkt des Monsterprozesses vor dem Bezirksgericht Kreuzlingen ist ein Tötungsdelikt. Im November 2010 starb ein 53-jähriger IV-Rentner in seinem Haus in Kümmertshausen. Er war an einem Knebel erstickt. Die Spur führte zu einer mutmasslich kriminellen Bande von türkischen Kurden in St. Gallen. Der engste Freund des IV-Rentners soll als Schleuser im Auftrag von Bandenboss Nasar M. tätig gewesen sein. Er wurde im Mai 2010 in Griechenland verhaftet und kam dort ins Gefängnis. In seinem Auto hatte die Polizei eine irakische Familie entdeckt. Der IV-Rentner fühlte sich dem Freund gegenüber verpflichtet. Er soll Nasar M. mit der Polizei gedroht haben, sollte dieser sich nicht dafür einsetzen, dass sein Freund freikomme. Die Drohung dürfte ihn das Leben gekostet haben. Nasar M. soll den Auftrag gegeben haben, das Problem in Kümmertshausen zu lösen. Am Abend des 20. November fanden verschiedene Autofahrten von St. Gallen nach Kümmertshausen in wechselnder Besetzung statt. Sechs Männer sind in direktem Zusammenhang mit der Tötung angeklagt, vier in Kreuzlingen, zwei in der Türkei. (san)