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Operiert der Verwaltungsrat
mit falschen Zahlen?

Aufgrund der Halbjahreszahlen rechnet der Verwaltungsrat der St.Galler Spitalverbunde nun mit einem geringeren Defizit als veranschlagt. SP und Grüne vermuten dahinter eine gezielte Strategie.
Regula Weik
Statt des budgetierten Defizits von 22 Millionen Franken rechnet der Verwaltungsrat nun mit einem Defizit von 15 Millionen Franken. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Statt des budgetierten Defizits von 22 Millionen Franken rechnet der Verwaltungsrat nun mit einem Defizit von 15 Millionen Franken. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Zahlen sind immer noch rot, aber heller rot als prognostiziert. Der Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde hatte für das laufende Jahr ein Defizit von 22 Millionen Franken budgetiert. 4,3 Millionen Franken betrug es nach den ersten sechs Monaten. Aufgrund der Halbjahreszahlen hat der Verwaltungsrat seine Prognose angepasst: Er rechnet neu Ende Jahr noch mit einem Defizit von 15 Millionen Franken. Falls dies eintrifft, läge der Verlust um einen Drittel tiefer als veranschlagt.

Eine derartige Budgetierung goutieren SP und Grüne nicht. Sie vermuten dahinter eine gezielte Strategie des Spitalverwaltungsrats. Damit versuche er, «Druck auf die öffentliche Meinung und die Politik aufzubauen». Dies würde zu seiner Zielsetzung passen, die «eine Konzentration der stationären Gesundheitsversorgung auf die Zentren forciert und die Regionen gezielt drückt und aushungert, bereits bevor Entscheidungen gefallen sind».

SP und Grüne wollen nun von der Regierung wissen, ob sie Möglichkeiten hat und auch bereit ist, beim Spitalverwaltungsrat «auf eine weniger einseitig durch Alarmstimmung geprägte, dafür realistischere Budgetierung» hinzuwirken. Und sie wollen auch erfahren, welche Budgetpositionen jeweils für die deutlich besseren Ergebnisse verantwortlich waren. Die Antworten der Regierung liegen noch nicht vor.

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