Operieren ohne Strom

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Er arbeitet sogar in seinen Ferien: Der Frauenfelder Jörg Wydler reist regelmässig in Drittwelt­länder, um dort Ärzte auszubilden. Der 56-Jährige ist Leitender Arzt am Zürcher Triemlispital. Diesen Herbst geht er nach Tadschikistan, vergangenes Jahr war der Chirurg in Tansania. Die Einsätze sind im­mer wieder Abenteuer: Narkosemittel seien oft Mangelware, und es sei auch schon vorgekommen, dass während der Operation der Strom ausgefallen ist. In solchen Situationen richtig zu reagieren, erfordere viel Erfahrung, weiss Wydler. Vor 30 Jahren hatte er seinen ersten Auslandeinsatz ­absolviert. Damals in Namibia. «Ich konnte den Menschen helfen», sagt er – und nur das zählt für den Arzt. Seit 2004 ist er ­Mitglied des «Swiss-Surgical-­Teams», einer Vereinigung von Ärzten, die sich ehrenamtlich im Ausland einsetzen. Unterdessen ist er zum Vizepräsidenten auf­gestiegen. (sro)