OPENAIR ST.GALLEN: Drei-Liter-Beschränkung: «Erwartungen erfüllt»

ST.GALLEN. Das OpenAir verordnete zum ersten Mal eine Getränkelimitierung. Erlaubt waren pro Person nur noch drei Liter – die Regel wurde erstaunlich gut aufgenommen.

Michael Juon
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Neu kauften die OpenAir-Besucher ihr Quantum Bier via Internet: Bis am 18. Juni mussten die Bier- oder Wasser-Einheiten bestellt sein. Per Post bekamen die Käufer einen Bon, mit dem sie im Sittertobel ihre 24 Halbliter-Flaschen abholen konnten. Auf dem Gelände gab es dafür die Home-Delivery-Abholstelle, wo die Durstigen gegen Vorweisen des Bons und eines Ausweises ihr Bier erhielten.

Kaum Kritik an Veranstalter

Gestern nachmittag bilanzierte Christof Huber, Geschäftsführer des Festivals, 60 000 verkaufte Einheiten Bier und Wasser. «Unsere Erwartungen sind erfüllt. Wir haben damit gerechnet», sagt Huber. «Eigentlich erwartete ich, dass mich viele Besucher auf die Getränkelimitierung ansprechen würden.» Aber die Sache sei wohl «kein grosses Thema» gewesen im Sittertobel, denn die erwartete Kritik blieb aus. Und laut Veranstaltern bewährte sich auch der Einsatz des Mehrwegbechers.

Mehr als 70 Paletten Bier

Dass der Abholservice reibungslos funktionierte, bestätigt Katrin Edelmann, Standchefin. Nur am Freitag, während der Ansturm auf das Depot in der Westkurve besonders gross war, konnte nicht mehr alles Bier gekühlt werden. Danach sei das Bier aber immer kühl abgegeben worden. «Wir haben in den drei Tagen 70 bis 80 Paletten verteilt», so Edelmann.

Weil mehr Bier getrunken wurde, als bestellt worden war, gingen die PET-Flaschen mit dem roten Deckel und der OpenAir-Etikette aus. Stattdessen lieferte Schützengarten Bier mit gelbem Deckel und regulärer Etikette.

Unter den Besuchern ist der Tenor ziemlich einheitlich: Niemand beschwerte sich gross über die Beschränkung. Und wenn schon – das Hereinschmuggeln von Getränken sei nicht allzu schwer gewesen, hört man. Wer das Bier auf vorgegebenem Weg bestellt hatte, musste allerdings daran denken.

Nicht wie jene unglückliche Gruppe, die den Bon zu Hause vergessen hatte.

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