OPEN AIR FRAUENFELD: Angst vor dem Norovirus

Ein Mann hat sich im Wartebereich des Festivals übergeben. Er leidet am Norovirus und könnte weitere Personen angesteckt haben.

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Zehntausende Hip-Hop-Fans befinden sich seit Mittwochabend am Open Air Frauenfeld auf der Grossen Allmend. Bisher dominierten die heissen Temperaturen, die verstärkten Sicherheitsmassnahmen oder eine von den Fans geenterte Bühne mit darauffolgendem Konzertabbruch die Schlagzeilen. Nun gibt es Aufregung um das Norovirus: Es kursieren Informationen, wonach es Personen am Open Air gebe, die am Virus erkrankt sind. Das Norovirus löst akute Magen- sowie Darm-Infektionen aus – die Folgen für die Betroffenen sind Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Fieber.

«Ein Mann hat sich am Mittwoch im Wartebereich beim Anstehen übergeben», sagt Mat­thias Graf, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage. Dieser habe sich anschliessend selber ins Kantonsspital Frauenfeld begeben, wo das Norovirus bestätigt wurde. Aufgrund dieses Vorfalls haben die Open-Air-Verantwortlichen mittlerweile diverse Vorsichtsmassnahmen ergriffen. So wurden die Rettungsdienste informiert, wie Matthias Graf erklärt. «Zudem werden die sanitären Anlagen und die Wasserentnahmestellen regelmässig desinfiziert.»

Weitere Fälle sind nicht ausgeschlossen

Agnes Burkhalter, stellvertretende Kantonsärztin am Kantonsspital Frauenfeld, steht wegen des Norovirus-Falls in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen des Open Air Frauenfeld. Sie betont, dass bisher keine weiteren Fälle aufgetreten sind. Gleichzeitig schliesst sie aber nicht aus, dass sich auch Festivalbesucher mit dem Norovirus angesteckt haben, die am Mittwoch im Wartebereich in der Nähe des erkrankten Mannes waren. Diese Personen könnten sich aktuell auf dem Festivalareal befinden –die Krankheit könnte sich somit am Open Air bereits weiter ausgebreitet haben.

Wer am Norovirus erkrankt ist, muss laut Agnes Burkhalter viel trinken. «Aufzuhalten ist die Krankheit nicht. Es dauert ein bis zwei Tage, bis sie wieder abgeklungen ist.» Das Norovirus ist hoch ansteckend. Immer wieder werden Norovirus-Erkrankungen beispielsweise in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern oder Kasernen registriert. (dwa/sko)