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OPEN AIR: Abfallberge werden kleiner

Im Sittertobel ist das grosse Aufräumen im Gang. Trotz schlechten Wetters hat sich die Abfallsituation im Vergleich zu den Vorjahren leicht verbessert. Auch die Schäden am Gelände halten sich in Grenzen.
Patrick Baumann

Patrick Baumann

patrick.baumann

@tatgblatt.ch

Das 41. Open Air St. Gallen ist Geschichte. Wie jedes Jahr helfen in den Tagen danach Hunderte Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung bei den Aufräumarbeiten. Und sie haben einiges zu tun. «Wir erwarten ungefähr 200 Tonnen Abfall», sagt Mica Frei, Bauchef des Open Airs. Dies sei ein guter Wert; er liege etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ein einzelner Besucher produziere während des Festivals im Sittertobel ungefähr gleich viel Abfall, wie im normalen Alltag. Nur sei dieser auf dem Festivalgelände besser sichtbar.

Die Organisatoren des Festivals zeigen sich insgesamt zu­frieden mit der diesjährigen Abfallsituation. «Dank des Pfandsystems haben wir das Problem mit den Bechern weitgehend ­gelöst», sagt Finanzchef Cyrill Stadler. «Am diesjährigen Festival wurden rund 91 Prozent der Becher zurückgebracht. Im vergangenen Jahr betrug dieser Wert 93 Prozent.» Die leicht schlechtere Bilanz sei höchstwahrscheinlich dem regnerischen Wetter geschuldet.

Neun von zehn Zelten wieder mitgenommen

Oft wird nach dem Open Air kritisiert, dass zu viele Zelte und ­Pavillons im Sittertobel liegen bleiben. Um diesem Problem zu begegnen, haben die Veranstalter vor einigen Jahren ein neues ­System eingeführt. Die Besucher zahlen pro Zelt 20 Franken Depot. Dafür erhalten sie eine Plakette, welche sie beim Verlassen des Geländes zusammen mit dem Zelt wieder vorweisen müssen. Nur so erhalten sie die 20 Franken zurück. Laut Stadler hat sich dieses System bewährt. «Nach der diesjährigen Ausgabe wurden 89 Prozent aller Zelte wieder aus dem Areal gebracht. Das entspricht einer Verbesserung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gut 1000 Zelte blieben dennoch auf dem Gelände liegen.» Neue Massnahmen oder gar eine Erhöhung des Depots sind aber laut Stadler nicht geplant.

Viele Zelte und Pavillons ­werden, gerade bei schlechtem Wetter, zwar aus dem Gelände, aber nicht bis nach Hause genommen. Bei den Ausgängen habe man deshalb Container aufgestellt. Stadler zeigt Verständnis für die Besucher, die ihre Pavillons und Zelte dort entsorgen. «Wenn ich für 29.90 Franken einen Pavillon kaufe, und diesen aufgrund mangelhafter Qualität kaum ein zweites Mal aufstellen kann, würde ich ihn auch nicht mit nach Hause nehmen.»

Gelände bis Ende August erholt

Das Open Air St. Gallen hat seinem Übernamen «Schlamm­gallen» auch dieses Jahr alle Ehre gemacht. Laut Bauchef Mica Frei ist das Gelände aber in verhältnismässig gutem Zustand. «Vor der Bühne und auf den Wegen gibt es natürlich viel Schlamm, auf den Zeltplätzen sieht es aber recht gut aus.» Frei schätzt, dass sich das Gelände rasch erholen wird. «Die Erfahrung zeigt, dass das Areal Ende August praktisch wieder im alten Zustand ist. Immer vorausgesetzt, es herrschen günstige Wetterbedingungen.»

Begonnen haben die Aufräumarbeiten noch am Sonntagabend. Laut Cyrill Stadler wurde nach dem letzten Konzert die gesamte Technik abgebaut – und zum Teil direkt nach Frauenfeld verfrachtet. Dort steigt ab Mitte Woche auf der Allmend das Open Air Frauenfeld. Im Sittertobel sollen bis dann die gröbsten Aufräumarbeiten bereits abgeschlossen sein.

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