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Ominöser Massagesalon in Flawiler Wohngebiet – «Leute deponieren Drogen beim Altersheim nebenan»

Direkt neben einem Kindergarten und einem Altersheim ist in Flawil ein Massagesalon eröffnet worden. Seither findet ein Anwohner immer wieder gebrauchte Spritzen auf seinem Grundstück. Zudem gab es schon mehrere Polizeieinsätze.

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(red) In Flawil ist mitten in einem Wohngebiet und direkt neben einem Kindergarten und einem Altersheim ein Massagesalon eröffnet worden. Die Anwohner sorgen sich um ihr Quartier.

Paul Boos ist verzweifelt. Auf dem Grundstück seines Hauses liegen immer wieder gebrauchte Spritzen, verantwortlich dafür sollen die Kunden eines direkt daneben eröffneten Bordells sein. «Wir haben Leute, die in der Nacht schreien, Steine an die Fenster werfen. Und immer wieder die Polizei, die Leute verhaften muss. Wir sind verunsichert», sagt Boos im Beitrag von «TVO». 

Im Frühling 2019 ist der Massagesalon in Flawil eingezogen, Ende letztes Jahr ging ein Gesuch für eine Umnutzung bei der Gemeinde ein. Sechs Einsprachen sind dagegen erhoben worden. «Da es sich um ein laufendes Bewilligungsverfahren handelt, können keine weiteren Aussagen dazu gemacht werden», heisst es bei der Gemeinde Flawil.

Drogen bei Altersheim versteckt

Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, sagt: «In der Liegenschaft sind Sozialwohnungen. Da drin wohnen Leute, die randständig sind oder mal auf die schiefe Bahn geraten sind und jetzt wieder Fuss fassen wollen.»

Die Polizei zeige im Quartier Präsenz und schreite ein, falls gegen das Gesetz verstossen werde. Paul Boos beobachtet solche Verstösse: «Die Leute deponieren Drogen bei den Abfallkübeln beim Altersheim nebenan. Andere Leute holen die Drogen dann wieder ab.»

Verroht das Quartier?

Laut Boos denken nun viele Anwohner darüber nach, die Wohnung zu wechseln. «Wir haben Angst, dass das Quartier verwildert und wir bald milieuartige Zustände haben. Dann wird es noch mehr Lärm geben», sagt der Hausbesitzer.