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Ombudsfrau von Bischofs Gnaden

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Die katholische Kirche kümmert sich seit 2000 Jahren um das Seelenheil ihrer Schäfchen. Eher neueren Datums sind ihre Bemühungen um die geistige und körperliche Unversehrtheit der Gläubigen. Das Bistum St. Gallen und der katholische Konfessionsteil des Kantons haben diese Woche ein Konzept veröffentlicht, das den Umgang mit sexuellen Übergriffen, Mobbing und anderen Grenzüberschreitungen regelt. Doch man belässt es nicht bei Papier und schönen Worten: Auch eine Ombudsstelle wurde geschaffen, inklusive prominenter Besetzung: Leiterin der Stelle ist Kathrin Hilber, ehemalige St. Galler SP-Regierungsrätin und professionelle Mediatorin. Dass die Wahl auf die 66-jährige Ex-Politikerin fiel, ist keine Über­raschung; die gelernte Primar­lehrerin hat sich in der Konflikt­lösung erfolgreich eine zweite Karriere erarbeitet. Hilber hat ­einen Abschluss in Sozialpäda­gogik und Psychologie der Uni Zürich, bereits Ende der 1980er-Jahre absolvierte sie eine Ausbildung in Organisationsentwicklung und Supervision, später liess sie sich an der HSG zur Mediatorin ausbilden. Schlagzeilen provozierte Hilbers Wahl zur Ombudsfrau der kantonalen Verwaltung 2012, nur wenige Monate nach ihrem Rücktritt als Regierungsrätin. «Missstände bitte bei der Ex-Chefin melden», titelte damals der «Beobachter». Die Gefahr, dass auch dieses Mal Kritik laut wird, ist gering. Hilber ist zwar Absolventin der Klosterschule St. Katharina in Wil – aber Bischöfin des Bistums St. Gallen war sie erwiesenermassen nie. (ar)

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