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OLYMPIASILBER: «Marc, du bisch so cool gfahre»

Die Oberegger Familie und hundert Fans von Marc Bischofberger haben sein Erfolgsrennen am frühen Morgen in einer Bar verfolgt. Der 27-jährige Skicrosser begeistert mit seiner Bodenständigkeit.
Roger Fuchs

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Gestern Morgen, knapp vier Stunden nach dem Rennen, ist er endlich am Telefon: Skicross-Silbergewinner Marc Bischofberger ruft Mutter und Schwester an, die in Oberegg zusammen mit anderen Fans in der Houky-Bar feiern. «Du bisch so cool und souverän abegefahre», lobt ihn Schwester Silvana. Auf eine Frage von Mutter Astrid antwortet er, dass er am Vorabend noch alles andere als sicher gewesen sei, ob es gut komme. Schmerzen hätten ihn geplagt. Doch inzwischen steht fest: Es kam alles gut. Bischofberger hat bei Olympia die achte Medaille für die Schweiz geholt. Er ist hinter dem Kanadier Brady Leman zu Silber gefahren.

Mutter und Schwester haben in der Nacht vor dem Rennen kaum ein Auge zugetan. Den Wecker stellten sie auf vier Uhr. Doch sie standen bereits um drei Uhr auf, obschon das Skicross-Rennen erst um 5 Uhr startete, wie sie erzählen. Auch um die hundert weiteren Fans gesellten sich um diese Zeit ins Houky. Gemeinsam drückten sie Marc Bischofberger die Daumen. Der Wunsch nach dem Public Viewing sei vom Fanclub gekommen, sagt Barbetreiber René Schmid.

Oberegger Grossrat lobt typischen Innerrhoder

Silvana Bischofberger beschreibt ihren Bruder als ehrgeizigen Menschen. Am Schluss müsse aber auch viel zusammenstimmen; angefangen von der Ernährung über das Krafttraining bis zur Freude an der Sache. Die Mutter will beim ersten Telefonat natürlich wissen, wann er denn nach Hause komme, denn es soll ein würdiger Empfang vorbereitet werden. Marc kann dazu aber noch keine verlässlichen Angaben machen. Die Freude ob des gestrigen Sieges ist auch beim Oberegger Grossrat Pius Federer riesig: «Natürlich habe ich mitgefiebert.» Er habe nicht einmal den Wecker stellen müssen, weil er sowieso jeweils um fünf Uhr im Büro sei. So enorm die Freude über das Silber, so gross auch die Erleichterung, dass dem Skicrosser nichts passiert ist. «Das Ganze ist nicht ungefährlich, wenn man sieht, wie diese manchmal stürzen», sagt Federer. Bischofbergers Sieg habe gezeigt, dass auch ein kleines Dorf und ein kleiner Kanton bei Sportveranstaltungen weit vorne mitspielen können.

Was Pius Federer an Marc Bischofberger besonders schätzt, ist seine Bodenständigkeit. Er habe zudem den typischen Innerrhoder Charakter: Ruhig bleiben, nicht auffallen und wenn es um die Wurst geht, zuschlagen. Seine Bescheidenheit sei auch im ersten Interview nach dem Sieg zum Ausdruck gekommen, in dem er erst den Fans dankte und nicht sich selber in den Vordergrund gestellt habe. Dennoch: Bei seiner Rückkehr nach Oberegg wird Marc Bischofberger garantiert im Zentrum stehen.

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