OLMA
«Sobald die Tiere da sind, füllen sie die Hallen mit Leben»: Die Olma bereitet sich auf eine Messe unter besonderen Bedingungen vor

Morgen beginnt die 78. Olma in St.Gallen. Nach zwei Jahren ohne Olma kann die Messe wieder stattfinden. Derzeit laufen die letzten Aufbauarbeiten.

Leonie Fischer
Drucken
Teilen
Ein Standbetreiber hängt ein Schild an seinen Stand und bereitet alles für die Messe vor.

Ein Standbetreiber hängt ein Schild an seinen Stand und bereitet alles für die Messe vor.

Bild: Raphael Rohner

Der Aufbau für die diesjährige Olma ist in den Tagen vor der Messe in vollem Gange. Manuela Fürer, Messeleiterin, steht in der Halle 7 im Gewusel und sagt: «In dieser Woche ist viel los auf dem Gelände.» Arbeiter laufen umher und tragen Aufbauelemente von den Fahrzeugen in die Halle. Bei den Ställen wird alles vorbereitet für die Ankunft der Tiere. Drei Ochsen werden von einem Anhänger abgeladen und in die Hallen geführt. Vor der Arena werden die Tiere abgespritzt, bevor sie ihre Plätze für die Olmazeit einnehmen.

Die Ochsen sind bei der Messe angekommen und werden aus dem Transporter geführt.
4 Bilder
Das Personal spritzt am Putzplatz die Ochsen ab.
Das Personal spritzt am Putzplatz die Ochsen ab.
Ein Helfer und eine Helferin richten alles für die Tiere her.

Die Ochsen sind bei der Messe angekommen und werden aus dem Transporter geführt.

Bild: Raphael Rohner

Der Stallchef Beat von Rickenbach sitzt vor dem Eingang und kontrolliert die Papiere der Kühe, bevor der Tierarzt anschliessend jedes Tier durchcheckt. Danach werden die Kühe aufs Gelände geführt. «Die Tiere kommen schon jetzt, damit sie Zeit haben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen», sagt der Stallchef. «Sobald die Tiere da sind, füllen sie die Hallen mit Leben.»

Ein Stück Normalität kehrt zurück

Dieses Jahr findet die Olma vom 7. bis 17. Oktober statt. Mit der Messe kehrt auch ein Stück Normalität zurück. Dies zeigt ein Blick in die Hallen während der Aufbauarbeiten.

Lange war unklar, ob und unter welchen Umständen der Grossanlass überhaupt durchgeführt werden kann. Manuela Fürer sagt: «Wir freuen uns, dass wieder etwas stattfindet und alle auf dem Platz mit Vollgas und Herzblut dabei sind.» Doch die unsichere Lage führte dazu, dass einige Standbetreiberinnen und Standbetreiber sich dazu entschieden haben, dieses Jahr nicht an die Messe zu kommen. Dafür konnten sich solche, die schon lange auf der Warteliste standen, freuen: Sie hatten die Möglichkeit, die Lücken zu füllen. Trotzdem sind dieses Jahr nur zwei Drittel der Stände besetzt.

Es gibt mehr Aufwand als zuvor

Wegen der Zertifikatspflicht benötigen die Organisierenden mehr Personal an den Eingängen. Zudem haben sie vor Ort ein Testcenter organisiert. Manuela Fürer sagt:

«Diesen Aufwand nehmen wir gerne in Kauf.»

In der Halle 9 sehen manche Stände schon fertig aus und müssen nur noch eingeräumt oder befüllt werden. Andere wiederum sind noch in der Aufbauphase. Wände werden für die Stände geliefert, Bohrer und Hämmer sind zu hören.

Zwei Männer vom Stand Di Vino sind dabei, Weinflaschen in die Regale einzuräumen. Sie sind froh, dass endlich wieder Veranstaltungen stattfinden. Denn die Gastronomie- und Eventbranche habe sehr unter der Pandemie gelitten, wie sie erzählen. Sie seien aber etwas skeptisch, ob genug Leute zur Olma kommen werden. «Es kommt jetzt drauf an, ob die Bevölkerung wieder Lust auf einen solchen Anlass hat und ob sie bei den Massnahmen mitmachen», sagt einer der beiden Männer.

Personalsuche war schwieriger als üblich

Auch die Betreiber des Appenzeller-Bier-Standes hatten wegen Corona zusätzlichen Aufwand. «Es war schwer, genug Leute für die Bar zu finden», sagt Franziska Inauen, Sekretärin und zuständig für den Aufbau des Standes. Wie jedes Jahr hätten sie Studenten angefragt, doch dieses Jahr hätten einige ihre Bedenken zu Corona und den Zertifikaten geäussert. «Vielleicht werde ich ein paar Schichten spontan übernehmen», sagt sie. Trotz alledem freue sie sich auf die kommenden Tage.

Aktuelle Nachrichten