Olma Messen planen neues Projekt

ST.GALLEN. Das Kongresszentrum samt Hotel ist zwar gescheitert, doch die Olma-Verantwortlichen haben sich rasch wieder aufgerappelt: Am Donnerstag wurden vier Tagungsräume in der Halle 9 eröffnet.

Andreas Nagel
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Olma-Direktor Nicolo Paganini tröstet sich mit den neu eröffneten Tagungsräumen. Lieber wäre ihm das Olma-Kongresszentrum gewesen. (Bild: Urs Jaudas)

Olma-Direktor Nicolo Paganini tröstet sich mit den neu eröffneten Tagungsräumen. Lieber wäre ihm das Olma-Kongresszentrum gewesen. (Bild: Urs Jaudas)

Nicolo Paganini gab sich kämpferisch: «Die Olma Messen werden am Geschäftsfeld Congress und Events festhalten.» Davon lasse man sich von keinem Einsprecher und keinem Gericht abbringen: «Wir werden nicht plötzlich zu <Unterlassern>», sagte der Olma-Direktor am Donnerstagabend anlässlich der feierlichen Eröffnung von vier neuen Tagungsräumen im Untergeschoss der Halle 9.

Der Schock über die gescheiterten Hotel- und Kongresszentrumspläne auf dem Areal der ehemaligen Halle 7 scheint einigermassen verdaut. Zumindest ist ein gesundes Mass an Selbstironie zurück: «Das Neue wird immer im Schmerz geboren», zitierte Paganini passend Graham Greene. Es sei heute aber sehr wohl ein Freudentag, was von der Cobana Big Band unüberhörbar musikalisch untermauert wurde.

Während Messen verfügbar

Von einem «Trostpflaster» redet der Olma-Direktor, angesprochen auf die neuen Tagungsräume, nur zögerlich. Natürlich wäre ihm ein Kongresszentrum mit fixen und permanent nutzbaren Kongress- und Veranstaltungseinrichtungen lieber gewesen. Während der Messen müssen die neuen Tagungsräume nämlich weiterhin als Ausstellungsflächen zur Verfügung stehen. Die Feuertaufe bestanden haben die neuen Säle übrigens unlängst anlässlich des St.Galler Energiekongresses.

Einzeln oder kombiniert

Sie füllen in der hiesigen Olma-Kongress-Infrastruktur eine wichtige Lücke, erklärt Ralph Engel, Bereichsleiter Congress und Events: «Oft fehlten uns die kleineren Räume.» Der modulare Innenausbau biete nun zahlreiche Möglichkeiten, Veranstaltungen für 30 bis 200 Personen durchzuführen. Entsprechend könnten die Räume einzeln oder in Kombination, mit oder ohne Catering gebucht werden. Die Erstellungskosten belaufen sich laut Nicolo Paganini auf rund 1,6 Millionen Franken.

Und bereits haben die Olma Messen weitere Baupläne. Spruchreif werden sollen sie im Laufe des kommenden Jahres. Ob ein neuer Anlauf für ein Kongresszentrum gewagt wird oder ob in eine neue Messehalle investiert wird, steht noch in den Sternen. Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie ausgearbeitet, und bereits wurde in diesem Zusammenhang die Kongress-Infrastruktur anderer Städte unter die Lupe genommen. Paganini erwähnt Bern, Thun, Interlaken und kommt zum Schluss: «Wir brauchen uns auf keinen Fall zu verstecken.»

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