OLMA: Holzkuh und Aromahopfen

Etwas mehr als vier Monate dauert es noch, bis die Olma zum 75. Mal ihre Tore öffnet. Das Plakat zum Jubiläum wurde gestern enthüllt. Dazu gibt es ein Jubiläumsbier.

Patrick Baumann
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Im ersten Entwurf noch mit Kind: das Olma-Plakat 2017. (Bild: PD)

Im ersten Entwurf noch mit Kind: das Olma-Plakat 2017. (Bild: PD)

Patrick Baumann

patrick.baumann@tagblatt.ch

Die Kuh ist ein beliebtes Motiv für Olma-Plakate. Rund dreissig Mal schaffte sie es schon als Hauptfigur oder Nebendarstellerin auf das Plakat der grössten Schweizer Publikumsmesse. Umso schwieriger ist es, dieses Sujet neu und originell umzusetzen. Rachel Kühne aus Uznach ist dies gelungen. Ihr Plakat wurde von der Jury aus knapp 100 Vorschlägen ausgewählt. «Natürlich ist es eine grosse Ehre für mich, dass mein Plakat überall zu sehen sein wird», sagt die Absolventin der St. Galler Fachklasse Grafik an der Schule für Gestaltung.

Der Weg zum Erfolg war anspruchsvoll. Von den ersten Skizzen bis zum fertigen Plakat habe es drei Monate gedauert. Ihr erster Entwurf zeigte noch ein Kind, das mit Holzkühen spielt. Das Plakat habe sich danach mit jedem Arbeitsschritt verändert. «Um dem Plakat bereits auf den ersten Blick eine klare Aussage zu geben, habe ich die Szenerie dann auf eine einzelne Kuh reduziert und das Ganze fotografisch umgesetzt», sagt die 20-jährige Gewinnerin.

Seit 1992 machen immer wieder junge Künstlerinnen und Künstler mit kreativen Olma-Plakaten auf sich aufmerksam. Viele Arbeiten stammten von der Grafikfachklasse an der Schule für Gestaltung.

Nicolo Paganini, Direktor der Olma-Messen, zeigte sich gestern hochzufrieden mit der Wahl. «Uns war es wichtig, dass das Plakat zu unsrer Tradition passt. Die originell umgesetzte Kuh zeigt unsere Verankerung in der Milchwirtschaft.» Zudem passe das Heitere und Helle gut zur Olma. Daneben hätten aber auch praktische Überlegungen zur Wahl geführt. «Das Plakat muss nicht nur im Grossformat gut wirken, sondern auch auf kleineren Prospekten und Broschüren», sagt Paganini. Das Jubiläumsplakat wird in der ganzen Schweiz in unterschiedlichen Versionen zu sehen sein.

Ein Bier zum Jubiläum

Rachel Kühne reiht sich in eine lange Reihe von Olma-Plakat-Gestaltern ein, darunter klingende Namen wie Alois Carigiet, Walter Burger, Hans Falk, Pierre Gauchat oder Ruedi Külling. Auf die Liste der besten Schweizer Plakate von 1941 bis 1990 schafften es 13 Olma-Plakate.

Die Plakate dieser Künstler und alle anderen Plakate aus der Geschichte der Olma gibt es bald auf den Etiketten des neuen Olma-Jubiläumsbiers von Schützengarten zu bestaunen. Eine wei­tere Besonderheit des Jubi­läumsbiers sind die regionalen Zutaten. «Wir verwenden für das Bier speziellen Aromahopfen der Sorte Opal, den wir eigens in Stammheim anbauen lassen», sagt Reto Preisig, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Schützengarten. Eine weitere regionale Note im neuen Bier: Ribelmais aus dem Rheintal.