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OLMA: Eine Riesenhalle über der A1

Ein Betondeckel über die Autobahn und der Bau der grössten Messehalle der Deutschschweiz kosten 163 Millionen Franken. Olma Messen, Kanton und Stadt St. Gallen finanzieren das Projekt gemeinsam.
Daniel Wirth
Die neue Olma-Halle 1 wird doppelt so gross wie die Halle 9.1 und hat eine Fläche von zwei Fussballfeldern. (Bild: Vermessungsamt der Stadt St. Gallen)

Die neue Olma-Halle 1 wird doppelt so gross wie die Halle 9.1 und hat eine Fläche von zwei Fussballfeldern. (Bild: Vermessungsamt der Stadt St. Gallen)

Daniel Wirth

daniel.wirth@tagblatt.ch

Läuft alles nach Plan, wird die neue Olma Halle 1 in sieben Jahren eröffnet. Sie wird dannzumal die grösste stützenfreie Messe- und Eventhalle der deutschen Schweiz sein – eingeschossig, mit einer Grundfläche von 12500 Quadratmetern. Darin kann sich nicht nur die Olma ausdehnen. In der neuen Halle sollen auch Versammlungen, Sportanlässe und Konzerte für 7000 bis 10000 Zuhörer stattfinden, wie Olma-Direktor Nicolo Paganini gestern an einer Medienkonferenz im Rathaus St. Gallen sagte. Er sass dabei an einem Tisch mit Stadträtin Maria Pappa, Vorsteherin der Direktion Bau und Planung der Stadt St. Gallen, und Regierungsrat Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes des Kantons St. Gallen. Denn ohne die finanzielle Unterstützung könnten die Olma Messen das Projekt nicht verwirklichen, wie Paganini sagte. «Die Mobilisierung des Baulandes wäre zu teuer.» Das Bauland gibt es noch gar nicht. Zuerst muss auf einer Länge von rund 200 Metern beim Ostportal des Rosenberg-Tunnels ein Deckel über die Stadtautobahn SA1 gelegt werden. Das ist technisch möglich, wie eine Studie des Bundesamts für Strassen (Astra) zeigt. Ein Vorprojekt wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen.

Kostenschlüssel analog Genossenschaftskapital

Das Vorhaben ist für Ostschweizer Verhältnisse spektakulär. Entsprechend hoch sind mit 163 Millionen Franken die Gesamtkosten. Der Deckel über der SA1 kostet 41,6 Millionen Franken, der Bau der Halle 121,8 Millionen, wie Maria Pappa vorrechnete. Die Olma Messen steuern den grössten Brocken selber bei: 133 Millionen Franken; 28 Millionen Eigenmittel, 105 Millionen Bankdarlehen. Erste Gespräche mit Banken hätten stattgefunden, sagte Paganini. Das Finanzierungsmodell sei für okay befunden worden. Stadt und Kanton beteiligen sich im Verhältnis ihres Genossenschaftskapitals an den Kosten: die Stadt mit 18 Millionen (siehe Zweittext), der Kanton mit 12 Millionen Franken. Der Kantonsrat berät den Kreditantrag für die Erweiterung der Olma in zwei Lesungen, im Herbst 2017 und im Frühling 2018.

«Die Olma Messen sind für den Kanton wichtig», sagte Damann. Sie hätten Strahlkraft und seien identitätsstiftend. Zudem habe die Olma eine jährliche Wertschöpfung von 150 bis 250 Millionen Franken; das sei volkswirtschaftlich bedeutend. Damit die Olma Messen im Wettbewerb mit Basel, Zürich und Bern kompetitiv blieben, müssten sie ausgebaut und erneuert werden, sagte Damann. Das jüngste Olma-Gebäude, die Halle 9, wurde 1999 eingeweiht. Die anderen stammen aus den 1970er-Jahren.

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