olma 2021
220'000 Besucherinnen und Besucher holten die lange vermisste Olma-Stimmung zurück – Veranstalter ziehen nach elf Tagen Messebetrieb eine positive Bilanz

Das Organisationsteam ist zufrieden mit der diesjährigen Olma-Ausgabe. Auch die Stadtpolizei St.Gallen zieht eine positive Olma-Bilanz.

Alain Rutishauser 3 Kommentare
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Am Olma-Jahrmarkt.

Am Olma-Jahrmarkt.

Bild: Benjamin Manser

Die 78. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung (Olma) ist Geschichte. 220000 Besucherinnen und Besucher waren an den insgesamt elf Tagen an der Messe zugegen. Genug, dass die Organisatoren zufrieden sind. «Wir haben uns nie ein konkretes Besucherziel gesetzt, weil wir keine Ahnung hatten, wie die Nachfrage während Corona sein wird», sagt Messeleiterin Christine Bolt auf Anfrage. Man habe auf rund zwei Drittel der Besucherzahlen von 2019 gehofft, damals hatten 360000 Menschen die Olma besucht.

Erfolgreiche Olma-Ausgabe mit grünen Zahlen

Grund zur Freude gebe auch die finanzielle Lage, die sich durch die erfolgreiche Messe etwas entspannt habe. «Stand jetzt sieht es so aus, dass wir einen Gewinn einfahren werden», sagt Bolt. In den kommenden Wochen könne definitiv Bilanz gezogen werden. «Es sieht derzeit so aus, als wären wir nicht mehr auf öffentliche Finanzhilfe angewiesen», freut sich Bolt.

An der Olma galt die 3G-Regelung. Besucher mussten am Eingang ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen. Damit es deshalb nicht zu Wartezeiten komme, sei das Personal massiv hochgestockt worden, wie die Genossenschaft Olma in ihrer Abschlussbilanz schreibt. Täglich wurden rund 1000 Schnelltests in den drei Testzentren im Breitfeld, am Bahnhof St. Fiden und vor dem Messegelände durchgeführt. Am Freitag und Samstag des zweiten Olma-Wochenendes wurden leicht über 1000 Tests durchgeführt. Die Nachfrage nach Tests blieb damit leicht unter den Erwartungen. «Es war für uns sehr schwierig einzuschätzen, wie gross das Bedürfnis nach Schnelltests sein wird», erklärt Bolt. Deshalb sei genug Kapazität bereitgestellt worden, um übermässige Wartezeiten zu verhindern. Bolt: «Wir sind froh, haben wir die zusätzlichen Kapazitäten nicht benötigt.»

Umfragen bei Besuchern haben ausserdem ergeben, dass sich bei fast 90 Prozent die Erwartungen erfüllt hätten. 91 Prozent bezeichneten die Stimmung als gut oder sehr gut, wie die Genossenschaft Olma in ihrer Mitteilung schreibt.

Kleinere Schlägereien und drei vermisste Kinder

Auch die Stadtpolizei St. Gallen zieht ein positives Fazit zur Olma. So musste sie deutlich weniger einschreiten als noch in den Jahren vor Corona. Grund war unter anderem die reduzierte Besucherzahl. «Unser Eindruck ist, dass es eine friedliche Olma war. Diese Annahme stützen auch die Anzahl Vorfälle, die sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verringert haben», sagt Klaus-Dieter Mennel, Mediensprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage.

Die Polizei musste über ein Dutzend Mal wegen Auseinandersetzungen einschreiten. «Es gab vereinzelte Tätlichkeiten, vornehmlich von erwachsenen Männern», sagt Mennel. Zwischenfälle mit schweren Verletzungen habe es keine gegeben. Auch in puncto Sachbeschädigung gab es nur einen kleinen Vorfall. «An der Sonnenstrasse zerschnitt eine unbekannte Täterschaft drei Blachen von Jahrmarkt-Ständen», sagt Mennel.

Während der elf Olma-Tage wurden drei Kinder als vermisst gemeldet. Alle Personen konnten innert kurzer Zeit wieder aufgefunden werden. Es kam zu fünf Zwischenfällen mit Personen, welche sich den 3G-Kontrollen entziehen und über den Zaun den Jahrmarkt betreten wollten. Weiter gab es 271 Bussen wegen Falschparkens. Zum Vergleich: 2019 wurden noch 719 Bussen verteilt.

Der Abschluss am Sonntag gestaltete sich erneut ruhig. Mennel: «Der letzte Sonntag ist erfahrungsgemäss der ruhigste Tag an der Olma. Es herrscht Aufbruchstimmung.»

3 Kommentare
Jacqueline Berchtold

Es war toll - danke an alle die mitgeholfen haben ! Ein kleiner Schatten :habe den "Ribel" nicht gefunden!!Alles Gute für die nächste Olma. Jacqueline Berchtold, 8127 Aesch-Forch

Ralf Von der Velde

Also ich sehe da keinen Erfolg. Fast die Hälfte an Menschen, ist nicht zur Olma gegangen, wegen der Corona Massnahmen. Man sieht es ja an der Statistik. Das hier grüne Zahlen geschrieben werden, ist kein Wunder weniger Schausteller, weniger Buden, weniger Konkurrenz untereinander. Also beschönigt es nicht, dass die Welt wieder in Ordnung ist. Warum wurde denn kein Umzug gemacht. Bestimmt nicht, weil kein gutes Wetter war.

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