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OLMA-AUSBAU: Stadt und Kanton wollen 30 Millionen für Autobahn-Deckel zahlen

Die Olma Messen wollen den Rosenbergtunnel der Autobahn A1 in St.Gallen überdecken und darauf eine neue Halle bauen. Überdachung und Halle kosten 163,4 Millionen Franken. Stadt und Kanton sollen 30 Millionen Franken an den "Autobahn-Deckel" zahlen.
Ein Deckel über der Autobahn soll der Olma neues Bauland verschaffen. (Bild: Ralph Ribi)

Ein Deckel über der Autobahn soll der Olma neues Bauland verschaffen. (Bild: Ralph Ribi)

Das Erweiterungsprojekt soll die Messestadt St.Gallen für die Zukunft rüsten. "Mit den heutigen Platzverhältnissen in den grösstenteils veralteten Hallen stossen wir immer wieder an Kapazitätsgrenzen", sagte Olma-Direktor Nicolo Paganini am Freitag vor den Medien.

Um Bauland zu gewinnen soll die Autobahn auf einer Länge von rund 200 Metern überdacht und darauf eine neue Halle mit einer Grundfläche von rund 12'500 Quadratmetern gebaut werden. Die Halle 1 genüge den heutigen Anforderungen nicht mehr und würde abgebrochen.

Die Olma als grösste allgemeine Publikumsmesse der Schweiz sei ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor. Die Stadt wolle sich mit 18 Millionen Franken an den Überdachungs-Kosten beteiligen, sagte Stadträtin Maria Pappa.

Die Vorlage kommt Ende September ins Stadtparlament, die obligatorische Volksabstimmung wäre im März 2016. Stimmt das Volk zu, werden die Eigentums- und Baurechtsverhältnisse auf dem Olma-Areal, das grösstenteils der Stadt gehört, bereinigt.

Olma, FC St.Gallen und Bratwurst

Regierungsrat Bruno Damann sagte, die Olma sei neben dem FC St.Gallen und der Bratwurst ein wichtiger Identifikationsfaktor des Kantons. Mit einer zusätzlichen Halle könnten weitere sportliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Anlässe mit grosser Ausstrahlung in St.Gallen stattfinden.

Die Autobahn-Überdachung soll vom Kanton mit einem Beitrag von 12 Millionen Franken unterstützt werden. Der Kantonsrat wird den Sonderkredit im Herbst behandeln. Das Geschäft unterliegt dem fakultativen Referendum.

Beide Kredite bedingen sich gegenseitig und werden nur gesprochen, wenn sowohl die Stadt wie auch der Kanton zustimmen. Die Überdachung kostet voraussichtlich 41,6 Millionen Franken, die öffentliche Hand würde insgesamt 30 Millionen Franken beisteuern.

Messen und Events

Die neue Halle will die Olma aus eigenen Mitteln und mit Bankkrediten finanzieren. Die Olma-Messen rechnen für das Gebäude und die Geländegestaltung mit Kosten von 121,8 Millionen Franken. Die Genossenschaft werde 28,4 Millionen Franken Eigenmittel beitragen und Bankdarlehen von 105 Millionen Franken aufnehmen. Die neue, stützenfreie Halle soll rund zweieinhalb Mal so gross werden wie die grösste Halle 9.1.

Die Erweiterung biete der Olma die Chance einer dringend nötigen Weiterentwicklung des Messeangebots, sagte der Olma-Direktor weiter. Die neue Messe- und Eventhalle schaffe eine zeitgenössische Infrastruktur für Eigenmessen wie die Olma. Zudem sollen darin Events stattfinden, zum Beispiel Firmen-Anlässe, Kongresse und Konzerte.

Eröffnung 2024

Ein Bauprojekt liege aber noch nicht vor, sagte Paganini. Es werde ein Projektwettbewerb durchgeführt. Frühester Baubeginn wäre in gut vier Jahren. Die Eröffnung der neuen Halle sei Ende 2024 vorgesehen. (sda)

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